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15.05.2018

Brachttal kämpft gegen Trasse VII

Gemeindevertreter rüsten sich für Auseinandersetzung mit der Bahn

Brachttal (erd). Das Thema Bahntrasse geht in die entscheidende Phase. Nach dem jüngsten Dialogforum sind noch die Trassen IV und VII im Spiel geblieben. Die Brachttaler wollen fachlich und sachlich argumentieren, sind aber der Meinung, dass die Variante IV insgesamt die günstigere Wahl wäre. Und sie rüsten sich für einen Kampf, sollte sich die Bahn für die Variante VII entscheiden.

Wie Bürgermeister Wolfram Zimmer erklärte, seien nur noch die Trassenvarianten IV und VII im Rennen, aber aufgrund eines Gutachtens des Main-Kinzig-Kreises sollte auch die Variante VIII einbezogen und neutral geprüft werden. Die Gemeinde setze auf die bessere Lösung, welche die Variante IV darstelle, weil diese die Strecken und auch die Möglichkeiten bündele. Es gehe nicht darum, allein die Variante VII für Brachttal zu verhindern, sondern dies auch sachlich und fachlich zu begründen. Für die Variante IV spreche die bessere Baulogistik und die bessere Anbindung ans Rhein-Main-Gebiet. Außerdem habe sich der Landkreis Fulda für diese Variante ausgesprochen. Zimmer sagte, dass sich nicht nur die Bürgerinitiative Pro Brachttal positioniert habe, sondern auch die Gemeinde tätig gewesen sei. Er habe Gespräch mit Landrat Thorsten Stolz geführt und sich von Experten inhaltlich beraten lassen. Sollte sich die Bahn für die Variante VII entscheiden, dann brauche die Gemeinde anwaltliche Beratung, vor allem in Fragen der Baulogistik.

In einer Sitzungsunterbrechung durfte auch Volker Lemcke, der BI-Sprecher kurz informieren. Er sagte, dass sich die Gutachter des Kreises und der Bahn in Frankfurt getroffen hätten. Dabei sei herausgekommen, dass auch die später ins Spiel gebrachte Trasse VIII machbar sei, wenn man es denn wolle. Deshalb sollte diese neutral geprüft werden. Lemcke befürchtet, dass sich die Bahn für die Variante VII entscheiden könnte, weshalb sich die Gemeinde und deren Bürger auf diesen Fall vorbereiten sollten. Positiv sei die Befürwortung der Trasse IV durch den Landkreis Fulda, die auch bei den meisten Betroffenen im Main-Kinzig-Kreis die am wenigsten bedenkliche Wahl sei. Allerdings sehe man das im Nadelöhr Bad Soden-Salmünster gewiss anders.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 16. Mai.

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