. Axt-Angreifer muss ins Gefängnis - GNZ.de
12.06.2018

Axt-Angreifer muss ins Gefängnis

Andre S. zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt

Von Svenja Denter

Dass er ins Gefängnis muss, damit hat Andre S. bereits gerechnet, sich sogar schon darauf eingestellt. Dementsprechend zeigte sich S. beim gestrigen Verhandlungstag äußerst gefasst, als der Vorsitzende Richter des Hanauer Landgerichts, Dr. Peter Graßmück, das Urteil verkündete. Wegen versuchten Totschlags sowie gefährlicher Körperverletzung ist S. zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Einen Haftbefehl, gefordert von der Nebenklage, wies die 1. Große Strafkammer indes zurück.

Die Tat hatte der Angeklagte Andre S. am dritten Verhandlungstag gestanden. Jedoch schilderte er eine andere Version des Tathergangs als das Opfer Rene H. Demnach soll der erste Angriff von H. ausgegangen sein, S. habe sich lediglich gewehrt. Oberstaatsanwalt Dominik Mies schenkte der Schilderung keinen Glauben. „Wenn ich mir die Statur von dem Opfer anschaue, dann kann ich nicht nachvollziehen, dass es den ersten Angriff getätigt und den Angeklagten angesprungen haben soll. Wenn es wirklich so gewesen wäre, dann wäre der Angeklagte glaube ich direkt zu Boden gegangen und hätte nicht mehr einfach aufstehen können“, berichtete Mies und ergänzte, dass S. jedoch keine oder nur geringe Verletzungen erlitten habe.

„Es war eine brutale Attacke mit einem Handbeil, die wegen ein paar Euro Mietschulden getätigt wurde“, sagte Mies. Andre S. hätte als „Geldeintreiber“ fungiert und sein Vorhaben, Rene H. aus der gemeinsamen Wohnung zu schmeißen, sei im Fiasko geendet.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 13. Juni.

  • 1
  • 1
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 1