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31.07.2015

Nächste Runde im Ausstellungs-Streit

Schlösserverwaltung übergeht erneut die Stadt Steinau

Steinau (pfz). Eigentlich hatten sich die Gemüter in Steinau beruhigt, doch nun folgt das nächste Kapitel im Ausstellungs-Streit. Der Kooperationsvertrag zwischen der Stadt und der Staatlichen Schlösser- und Gärtenverwaltung ist fast unterschriftsreif, da forciert das Land einen Alleingang. Gestern flatterte Bürgermeister Malte Jörg Uffeln eine Einladung zur Eröffnung der neu gestalteten Brüder-Grimm-Ausstellung im Schloss auf den Schreibtisch. Und das ohne Abstimmung mit der Stadt. Das Steinauer Schloss, Wahrzeichen der Stadt, hat die Schlösserverwaltung nebenbei umbenannt. Es heißt jetzt Brüder-Grimm-Schloss. Der Rathauschef ist außer sich.

Der Gong zur ersten Runde im Streit läutete im Juni. Da hatte die Schlösserverwaltung die Eröffnung der Brüder-Grimm-Ausstellung im Schloss angekündigt. Die Stadt und das Museum fühlten sich übergangen. Vor allem im Brüder-Grimm-Haus sorgte man sich angesichts der drohenden Konkurrenz. Dann kam das Aufatmen. „Wir sind aktuell in Abstimmung mit allen Beteiligten. Ein Kompromiss zeichnet sich ab“, hatte Uffeln Ende Juni gesagt. Das ist jetzt aber alles wieder hinfällig. „Man kommt sich hier echt verarscht vor. Wir versuchen zu kooperieren, aber das wirft uns weit zurück“, sagte ein verärgerter Rathauschef gestern der GNZ. Der Bürgermeister bastelt seit einiger Zeit an einem Kooperationsvertrag. Nächste Woche sollte dieser vom Rechtsanwalt Uffeln der Schlösserverwaltung vorgelegt werden. Dabei soll es unter anderem um ein gemeinsames Werbekonzept gehen. Auch eine Grimm-Card als Kombiticket für Ausstellungen im Brüder-Grimm-Haus und im Schloss waren Teil der Planung. Doch nun übergeht die staatliche Schlösserverwaltung erneut die Stadt Steinau. Das ist zwar ihr Recht, aber Kooperation sehe anders aus, meint der Rathauschef.

Mehr dazu in der GNZ vom 1. August.

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