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11.01.2017

„Kreis hat Soll übererfüllt“

Windkraft: Alsberger zeigen weiter Gegenwehr / Infoabend der CDU

Bad Soden-Salmünster-Alsberg (bak). Immer wieder trug Ortsvorsteher Roland Huth weitere Stühle in den Versammlungsraum der alten Schule in Alsberg. Mehr als 50 Bürger waren auf Einladung der Kurstadt-CDU gekommen, um mit dem Landtagsabgeordneten Michael Reul über das Thema Windkraft zu diskutieren. Die geplante Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen in und um Bad Soden-Salmünster, vornehmlich auch rund um Alsberg, erhitzt die Gemüter.

Christian Müller eröffnete den Abend mit Zahlen und Fakten zum Thema. Sein Vortrag gipfelte in einer Zusammenstellung der bisher im Regierungsbezirk Südhessen genehmigten und bereits gebauten Anlagen. Demnach stehen im Main-Kinzig-Kreis halb so viele Windkraftanlagen wie in den acht Landkreisen Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Frankfurt, Hochtaunus, Odenwald, Rheingau-Taunus, Wetterau und Wiesbaden zusammen. Margarethe Pfahls von der Bürgerinitiative Gegenwind Alsberg hatte ausgerechnet, dass theoretisch 55 Windkraftanlagen in einem Fünf-Kilometer-Radius um das Naturschutzgebiet Schnepfenkopf gebaut werden könnten, wenn die geplanten Vorranggebiete Wirklichkeit würden. Sie wollte so das mögliche Ausmaß der behördlichen Planungen deutlich machen.

Deshalb richtete Ewald Brasch die Frage an Reul, ob der Main-Kinzig-Kreis in Hessen sein Soll an Anlagen nicht bereits übererfüllt habe. Dabei spielte er auf den Beschluss der Landesregierung an, lediglich 2 Prozent der Hessischen Fläche als Vorranggebiete für Windkraftanlagen vorzusehen.

Mehr dazu in der GNZ vom 12. Januar.

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