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11.01.2017

Nach 61 Jahren in den Ruhestand

Frisörmeister Klaus Kucka schließt seinen Salon

Wächtersbach (erd). Wenn es um die Schönheit geht, dann stehen die Frisöre hoch im Kurs. So auch der Wächtersbacher Salon Kucka, der viele Stammkundinnen und -kunden über viele Jahre mit dem passenden Haarschnitt versorgte. Jetzt geht Frisörmeister Klaus Kucka mit 75 Jahren in den Ruhestand und gibt sein Geschäft auf – das Ende einer langen Tradition.

61 Jahre arbeitete Klaus Kucka in seinem Beruf. Im Jahr 1956 begann er seine Lehre bei Frisörmeister Hermann Lotz in Niedermittlau. Frisör wollte er eigentlich nie werden, dennoch wurde es sein Traumberuf.

Da Lotz seinen Lehrling nach dessen Abschlussprüfung nicht weiterbeschäftigen konnte, wechselte dieser zum Wächtersbacher Frisör Bruno Wolf. Der hatte nicht nur einen Salon in der Poststraße, sondern auch eine Filiale in Birstein, in der Klaus Kucka eingesetzt war. Nachdem Klaus Kucka seine Frau Hildegund geheiratet hatte und die Kinder zur Welt kamen, forcierte Kucka seine Karriere. Er legte im Jahr 1972 die Meisterprüfung ab und übernahm im Bad Orber Salon Wolf die Geschäftsführung. Drei Jahre später kaufte Kucka dem Inhaber den Salon ab und im 1982 richtete er in seinem neu gebauten Wohnhaus in Wächtersbach einen weiteren Salon ein, den in den letzten Jahren Tochter Jaqueline Fuchs leitete. Sie ist ebenfalls Frisörmeisterin, wollte aber den Salon ihrer Eltern nicht weiterführen. „Ich möchte zwar weiter als Frisörmeisterin arbeiten, aber nur als Angestellte“, sagt sie. Die Selbstständigkeit sei ihre Sache nicht, weil sich diese aus „selbst“ und „ständig“ zusammensetzt. Das müsse jeder für sich entscheiden, akzeptieren die Eltern die Entscheidung ihrer Tochter. Und berichten wenig später, dass das Führen eines Frisörgeschäfts nicht nur viel Freude mit den vielen netten Kunden mit sich bringe, sondern auch allerhand Entbehrungen. Sie hätten sich nie mehr als zwei Wochen Urlaub am Stück gegönnt, und auch bei einer Erkrankung müsse man für Ersatz sorgen. Und oft habe er bis in die Nacht an der Buchhaltung gesessen, erzählt Klaus Kucka. Dennoch habe ihm sein Beruf immer große Freude bereitet, zumal auch seine Frau Hildegund in all den Jahren im Salon mitarbeitete. Im vergangenen Jahr ist Klaus Kucka 75 geworden, hat 61 Jahre lang gearbeitet und dies mit großer Freude getan, doch irgendwann müsse Schluss sein.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 12. Januar.

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