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08.02.2017

Verein soll Herchenhainer Skilift retten

Pachtvertrag wird nicht verlängert, weil der Betrieb unrentabel sei

Grebenhain-Herchenhain (yg). Was zunächst für viele Skifans aus der Region unvorstellbar klingt, könnte schon bald traurige Gewissheit werden: Sollte nicht ein kleines Wunder geschehen, wird der Skilift an der Herchenhainer Höhe seinen Betrieb noch in diesem Jahr einstellen.

Grund dafür ist, dass der jetzige Betreiber, die Firma Wiegand aus Rasdorf, den Pachtvertrag, der in diesem Jahr ausläuft, nicht verlängern will. Der Lift ist aus ihrer Sicht unrentabel. Die Skisaison auf der Herchenhainer Höhe beträgt im Durchschnitt etwa zehn bis 15 Tage. Die laufenden Kosten, wie Strom und Versicherung, können durch die Einnahmen dieser wenigen Tage nicht gedeckt werden. Hinzu kommt, dass der Skilift saniert werden muss. Konkret bedeutet das, dass etwa 40 000 Euro in die Anlage gesteckt werden müssen.

„Wir wollen den Skilift an der Herchenhainer Höhe unter allen Umständen erhalten“, erklärt Florian Appel aus Herchenhain. Er und seine Mitstreiter aus Herchenhain, Hartmannshain und der Großgemeinde Grebenhain, Axel Adolph, Manfred Dickert (Ehrenbürgermeister Grebenhain), Kai Oechler, Uwe Papsch, Jürgen Sill, Sebastian Stang (Bürgermeister von Grebenhain) und Marco Straßberger (Ortsvorsteher Herchenhain) haben im Dezember eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen und vergangene Woche sogar einen eigenen Verein, den Skiclub Herchenhain, zur Rettung des Skiliftes gegründet.

„Viele Menschen aus Grebenhain, der näheren Umgebung, aber auch von weiter weg, haben hier Skifahren gelernt und es dann auch ihren Kindern hier beigebracht“, berichtet Florian Appel, der über die Problematik auch schon im Radio bei HIT Radio FFH berichtet hat. Sogar im Rahmen der FFH-Aktion „Wünsch Dir was, dann kriegste das“, hat er die Sanierung des Skiliftes als seinen größten Wunsch in die Lostrommel geworfen und hofft jetzt darauf, auch gezogen zu werden. Der Skilift liegt ihm, wie vielen anderen Menschen im Vogelsberg und Umgebung, sehr am Herzen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 9. November.

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