. „Verstärkt auf die eigenen Wähler hören“ - GNZ.de
16.02.2017

„Verstärkt auf die eigenen Wähler hören“

Bürgermeister Ungermann fordert mehr Geld für die Kommunen

Von Martin J. Krauß

Main-Kinzig-Kreis. Derzeit sind in vielen Kommunen, etwa in Gründau, Langenselbold und Wächtersbach, Haushalte mit höheren Steuern und Gebühren beschlossen beziehungsweise beraten worden. Auch in Linsengericht stellte die Verwaltung Anfang des Jahres einen Sparhaushalt mit gleichzeitiger Abgabensteigerung für die Bürger vor. Die GNZ sprach mit Bürgermeister Albert Ungermann (SPD) über kommunale Finanzzwänge, den Protest der Bürger und die politische Verantwortung gegenüber den eigenen Wählern.

GNZ: Wie erklären Sie die finanzpolitischen Engpässe der Städte und Gemeinden?

Albert Ungermann: Wir haben diese Situation ausschließlich aufgrund der Neuberechnungen des Kommunalen Finanzausgleichs (KFA). Im vergangenen Jahr konnte die Gemeinde noch ein positives Ergebnis von 500 000 bis 600 000 Euro erzielen. Unter den gleichen Bedingungen werden wir für 2017 einen Betrag von 1,8 Millionen Euro im Saldo weniger haben. Das ist auf die geringeren Schlüsselzuweisungen vom Land Hessen sowie gestiegene Abgaben und höhere Personalkosten zurückzuführen. Eine Deckungslücke, die wir letztlich nur über die Erhebung von Steuern finanzieren können.

Mehr dazu in der GNZ am Freitag, 17. Februar.

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