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19.04.2017

Zwischen Chance und Widerstand

Bürgerversammlung zur Sommerbühne in Wächtersbach

Wächtersbach (erd). Die Sommerbühne am Wächtersbachwer Schloss wird die Menschen im Main-Kinzig-Kreis und in der Stadt Wächtersbach wohl noch eine Weile beschäftigen. Zum einen ist die Sommerbühne eine Chance für die Stadt, zum anderen ein Albtraum für die Anwohner in der Altstadt. Die fühlen sich vor vollendete Tatsachen gestellt, obwohl das Projekt noch ganz am Anfang steht. Die Bürger sollen informiert und beteiligt werden, am besten mit einem Bürgerentscheid.

Der Wächtersbacher Bürgermeister Andreas Weiher betonte in seiner Begrüßung, dass die Stadt sehr froh sei über die Pläne des Main-Kinzig-Kreises, aber noch keine konkreten Pläne gebe und noch keinerlei Entscheidungen gefallen seien. Erstaunt zeigte sich Weiher über die heftigen Reaktionen auf die Absichten mit der Sommerbühne.

Als Moderator fungierte dann Karl-Christian Schelzke, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebunds, der ähnliche Situationen zu genüge kennt. „Man kann nicht gegen die Bürgerschaft planen“, sagte er und sorgte dafür, dass sich die Wächtersbacher ernst genommen fühlten. Denn genau daran erzürnten sich die Bürger in der Altstadt. Lärm, zugeparkte Straße und Wege – und vor allem hatte sie keiner gefragt als es hieß: Die Sommerbühne kommt nach Wächtersbach. Schelzke dämpfte etwas die Emotionen. Genau aus diesem Grund sei man zusammengekommen, um über alle Pläne, Bedenken und Möglichkeiten zu reden sowie Antworten auf alle Fragen zu finden. Und die kamen reichlich. Doch die Spannweite der Einschätzungen geht weit auseinander. Für die einen hat Wächtersbach das große Los gezogen, vor allem die Musikvereine und Chöre dürften sich freuen, ein solches Auditorium zu bekommen. Dennoch müsste zuerst der Kreistag am 5. Mai entscheiden, ob er Wächtersbach dieses Angebot unterbreitet, und dann sei die Stadt an der Reihe dieses anzunehmen. Landrat Erich Pipa und Weiher stellen zudem einen Bürgerentscheid als Möglichkeit in den Raum.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 20. April.

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