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20.04.2017

Keine Auflösung in Sicht

Gemeindebund: Keine Grundlage für Neuarrondierung des Gutsbezirks

Bad Soden-Salmünster (pfz). Es sollte ein kluger Schachzug gegen die Windkraft werden: die Auflösung und Neuarrondierung des Gutsbezirks Spessart. Das hatte die Stadt Bad Soden-Salmünster im Sommer 2015 gefordert. Über dieses Gebiet verfügt das Land Hessen, weder der Main-Kinzig-Kreis noch die Stadt können dort Einfluss nehmen: „Das öffnet Tür und Tor für mögliche Windkraftprojekte und stellt eine Gefahr der Umzingelung dar“, sagte der damalige Parlamentschef Richard Pfahls (CDU), der einen entsprechenden Antrag einbrachte, dem die Mandatsträger einstimmig folgten. Seitdem ist einige Zeit vergangen, im verangenen Jahr lehnten bereits das Hessische Innenministerium und das Verkehrsministerium den Antrag ab. Nun hat auch der Hessische Städte- und Gemeindebund (HSGB) deutlich gemacht: Daraus wird nichts.

Der Antrieb für die Forderung der Stadt kam 2015 vor allem aus Alsberg. Pläne von Abo Wind für zwei Windkraftanlagen auf der Alsberger Platte sorgten für einen Aufschrei, eine Bürgerinitiative wurde ins Leben gerufen. Mit Pfahls war es dann auch ein Alsberger, der den Antrag einbrachte. 90 Quadratkilometer groß ist der Gutsbezirk Spessart. Der Plan der Stadt war, angrenzende Flächen an Alsberg, Hausen, Mernes und Ahl verteilen zu lassen und so das „Hoheitsgebiet“ der Stadt zu erweitern.

Laut dem aktuellen Entwurf für den Sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien sind dort Vorrangflächen für Windkraftanlagen von insgesamt rund 170 Hektar ausgewiesen, die die Stadt Bad Soden-Salmünster betreffen: nahe dem höchstgelegenen Stadtteil Alsberg sowie auf der Kleinen und Großen Kuppe. Die Befürchtung: Auf gemeindefreiem Gebiet können ohne Abstimmung mit den umliegenden Kommunen Anlagen errichtet werden.

Mehr dazu in der GNZ vom 21. April.

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