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20.04.2017

Mehr Unfälle, weniger Verletzte

Polizeipräsident Roland Ullmann stellt Verkehrsbericht 2016 vor

Main-Kinzig-Kreis (mab). Nach drei Jahren rückläufiger Zahlen und dem Rekordtief im Jahr 2015 verzeichnet das Polizeipräsidium Südosthessen nun wieder einen Anstieg bei den registrierten Verkehrsunfällen. Dagegen ist die Zahl der Verletzten gesunken. Dies teilte Polizeipräsident Roland Ullmann gestern auf einer Pressekonferenz in Offenbach mit. Im Fokus der polizeilichen Präventionsarbeit sollen künftig verstärkt auch die Gefahren stehen, die von Smartphones im Straßenverkehr ausgehen.

„Enforcement Trailer“ heißt die neue Waffe der Polizei im Kampf gegen Raser. Dabei handelt es sich um einen transportablen gepanzerten Blitzer, der Tempoüberschreitungen auf verschiedenen Fahrspuren registrieren kann. Seit August hatte die Polizei das Gerät getestet, nun hat sie die Anlage für rund 86 000 Euro erworben. Zuletzt war der Trailer am Hanauer Kreuz und auf der Autobahn 66 im Einsatz. Per Fernsteuerung lässt sich die Kamera ausrichten, die Daten werden automatisch an die Bußgeldstelle übermittelt. Mithilfe guter Akkus ist das Gerät fünf Tage ununterbrochen einsetzbar. Eine echte High-Tech-Maschine also, die Temposündern auf den Leib rücken soll. Denn nach wie vor stellt laut Polizeidirektor Alexander König das Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für solche Verkehrsunfälle dar, die mit schweren Personenschäden einhergehen. Unter schweren Verletzungen verstehen Statistiker solche, bei denen die betreffenden Menschen länger als 24 Stunden im Krankenhaus verbringen müssen. 2016 wurden im Main-Kinzig-Kreis inklusive der Stadt Hanau 216 Unfälle registriert, bei denen 248 Menschen schwer verletzt wurden. Im Vorjahr waren es noch 193 Unfälle mit 221 schwerverletzten Personen. Auch die Gesamtzahl der Unfälle in Stadt und Kreis ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.

Mehr in der GNZ vom 21. April.

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