. Glanzvoller Auftakt der Festspiele - GNZ.de
11.08.2017

Glanzvoller Auftakt der Festspiele

„Der wilde Grimm – das Musical“ geht in zweite Spielzeit

Birstein (bak). Die wichtigsten Requisiten der diesjährigen Premiere des Musicals „Der wilde Grimm“ waren Wasserwischer und Trockentücher für die Organisatoren und der Regenschutz aus Plastik für jeden einzelnen Zuschauer. Stand doch Minuten vor Spielbeginn nicht fest, ob der ausgiebige Dauerregen eine Aufführung überhaupt zulassen würde. Dass die zweite Spielzeit des „wilden Grimms“ 2017 erneut eine Erfolgsgeschichte werden muss, liegt an dem außerordentlichen Zusammenhalt und der ausgesuchten Freundlichkeit aller Beteiligten. So erhielt das Publikum, das trotz des Regenwetters in großer Zahl gekommen war den ersten Applaus des Abends. Die Akteure auf der Bühne überzeugten blendend aufgelegt und zogen ihre Gäste mit engagiertem Spiel und klangvollen Stimmen in die Geschichte hinein, die lange vorüber ist und dennoch immer wieder neu entsteht.

Ludwig Emil Grimm muss als jüngerer Bruder der beiden Märchensammler und Germanisten, die in besonders enger Geschwisterliebe miteinander verbunden waren, seinen eigenen Weg finden. Bereits als Kind zeichnet Ludwig Emil erstaunlich detailgetreu, was Interessierte in dem Kabinett des Museums Brüder Grimm Haus in Steinau, dass dem Malerbruder gewidmet ist, dokumentiert finden. Immer wieder hält Dana Kauck, die demnächst zwölfjährige Darstellerin des kindlichen Ludwig Emils, einen Bilderrahmen vor „historische“ Motive des später bekannten Künstlers seiner Zeit. „Ich will nur malen“ schmettert Nick Körber, der den jugendlichen und jungen Erwachsenen Ludwig Emil facettenreich spielt.

Birgit Lemcke erzählte den Kindern die Geschichte des Ludwig Emil Grimm, die aus vielen kleinen Puzzleteilchen zusammengesetzt auf der Bühne erstand, als Tante Auguste. Dieser Kunstgriff machte das Geschehen plausibel, erlaubte Szenen aus dem Familienleben und der Schule in Steinau ebenso wie den Aufmarsch des Soldatenchors, der mit zerfetzter Hessischer Fahne gegen die Franzosen zog.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 12. August.

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