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12.09.2017

Uffeln und seine „anonymen Freunde“

Pressekonferenz des Steinauer Bürgermeisters

Von Philipp Franz
Steinau. Politiker nutzen heutzutage gerne Soziale Netzwerke, um schnell Botschaften in die Welt zu transportieren. Donald Trump twittert, Peter Tauber macht das auch – und Malte Jörg Uffeln treibt sich bei Facebook herum. Öffentlich für jeden gut sichtbar, schreibt der Steinauer Bürgermeister dort eifrig Meldungen. Aber nicht nur das: In privaten Nachrichten unterhält er sich mit anderen Nutzern. So auch mit „Holger Petersen“. Wer das ist, weiß Uffeln nicht. Was wir wissen: „Petersen“ hat die fragwürdige „Führer“-Widmung veröffentlicht. Und was wir seit der heutigen Pressekonferenz des Bürgermeisters im „Schützenhof“ in Ulmbach auch wissen: Er hatte gut ein halbes Jahr ein enges Vertrauensverhältnis zu „Holger Petersen“ auf Facebook. Nochmal: Uffeln hat keine Ahnung, wer das ist.

Uffeln wollte die Pressekonferenz als Werbung gegen seine Abwahl nutzen. Er sprach von dem eingestellten Prüfverfahren der Staatsanwaltschaft, von der Geldbuße von 1000 Euro für Vortragstätigkeiten, der aber Einnahmen für die Stadt von rund 25000 Euro durch eben diese Vorträge gegenüberstünden. Er gelobte Besserung in der Kommunikation mit den Stadtverordneten. „Da muss ich mir an die eigene Nase fassen“, sagte der parteilose Rathauschef nicht nur ein Mal.

Aber es sind Dinge wie das Vertrauensverhältnis zu einem „anonymen Freund“, die im Gedächtnis bleiben und schwer nachvollziehbar sind. Uffeln spricht von einer „großen Dummheit“. Erst als es schon zu spät gewesen sei, sprich: als „Holger Petersen“ schon zu viel wusste, sei dem Rathauschef aufgefallen, dass dieser Nutzer ihm nichts Gutes wollte. Im Gegenteil: Nachrichtenverläufe zwischen Uffeln und „Petersen“ wurden von Letzterem an das Portal „Steinau Talk – Kein Blatt vor den Mund“ weitergegeben und öffentlich gemacht. Teilweise beleidigt Uffeln darin Mandatsträger, er schreibt: „Die bekommen ihr Fett weg“ und „Hexe“. Wenn Uffeln dann für die Zukunft mehr Respekt fordert und sagt: „Wer über mich sprechen will, der soll zuerst mit mir reden“, dann ist das keinesfalls glaubwürdig.

Mehr dazu in der GNZ vom 13. September.

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