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12.09.2017

Lindenplatz und Wegscheide im Wandel

Heimat- und Geschichtsverein: Programm fürs zweite Halbjahr

Wächtersbach (re). Der Heimat- und Geschichtsverein Wächtersbach präsentiert sein Veranstaltungsprogramm für das zweite Halbjahr 2017. Dann stehen ein Besuch im Vogelsberger Dom, ein Vortrag über den Lindenplatz und ein Vortrag über die Wegscheide bei Bad Orb auf der Agenda.

Am Samstag, 30 September, um 14.30 Uhr geht es ab dem Parkplatz hinter der VR-Bank am Lindenplatz zum Besuch beim Nachbarn. Dann erwartet die Teilnehmer eine Besichtigung des „Vogelsberger Doms“ in Unterreichenbach mit einer Führung durch Peter Kauck vom Geschichtsverein Birstein.

Die weithin bekannte Kirche in Unterreichenbach wurde anstelle eines Vorgängerbaus aus dem 14. Jahrhundert in den Jahren von 1748 bis 1750/54 vom Fuldaer Baumeister Johannes Gallus Diemar nach Plänen des Solmser Bauinspektors Johannes Wiesenfeld errichtet. Diemar war Schüler des fuldischen Hofbaumeisters Gallasini, Erbauer des Doms zu Fulda. Kirchenpatron war zunächst der Fürstabt von Fulda (ab 1752 Fürstbischof), ab 1802 dann das Fürstenhaus zu Isenburg-Birstein, das 2008 auf seine Patronatsrechte verzichtete.

Es handelt sich um eine Quersaalkirche, betont durch den Turm vor der Mitte der südlichen Längsseite. Der Bau entstand ohne die übliche Ausrichtung nach Osten. In der Mitte des Innenraumes steht der Altar, der Abendmahltisch (Tisch des Herrn). Nach reformierter Tradition zeigt sich der Innenraum ohne Bildschmuck. Die Bänke und Emporen aus Lärchenholz befinden sich noch im Originalzustand. Besonders bemerkenswert ist über dem Ost-Eingang das Wappen des Fürsten Wolfgang Ernst I. zu Isenburg-Birstein mit der Jahreszahl 1749, dem Jahr der Verleihung des Seraphinen-Ordens durch den schwedischen König Friedrich I.. Die Teilnehmer fahren mit privaten Autos in Fahrgemeinschaften nach Unterreichenbach, die Veranstaltungsdauer dort beträgt etwa zwei Stunden.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 13. September.

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