. Tanzende Teelöffel und Magie der Liebe - GNZ.de
01.10.2017

Tanzende Teelöffel und Magie der Liebe

Musikalisches Märchen „Die Schöne und das Biest“ begeistert Besucher

Freigericht-Altenmittlau (jus). Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit, da beschloss ein Musikverein aus Altenmittlau ein musikalisches Märchen einzuüben. Kostüme wurden genäht, Texte gelernt und Bühnenbilder gebaut – und dann war es endlich soweit: Am vergangenen Wochenende zeigte der Musikverein Altenmittlau zwei Vorführungen von „Die Schöne und das Biest“ in der Freigerichthalle und begeisterte damit die Zuschauer. Bunte Kostüme, hingebungsvolle Schauspieler und wunderschöne Melodien sorgten für ein einzigartiges Theatervergnügen und eine Prise Disney-Magie.

Es ist die zweite Inszenierung dieser Art, die der engagierte Musikverein auf die Bühne gebracht hat. Bereits vor zwei Jahren sorgten sie mit der Aufführung von „Drei Zaubernüsse für Aschenbrödel“ für viel Begeisterung. Ein Erfolg, an den auch das zweite Stück um den verwunschenen Prinzen, den nur die Liebe von seinem Fluch erlösen kann, anknüpfen wollte. Dafür haben alle Mitwirkenden viel Fleiß und Herzblut in das Projekt gesteckt. Die Vorbereitungen für die Aufführungen an vergangenen Wochenende liefen dabei seit über einem Jahr. Unter der Leitung von Ilona Reußwig ist dabei auch dieses Mal wieder ein Märchenvergnügen heraus gekommen, dass nicht nur die anwesenden Kinder begeistert hat.

Das Stück, das sich dabei an dem Zeichentrickfilm aus dem Jahre 1991 orientiert, nimmt sich aber immer wieder die Freiheit für eigene Interpretationen oder humorvolle Ergänzungen. So sucht Belle in der Bibliothek des Schlosses etwa nach Star Wars oder das Biest fragt sich, ob es seiner Angebeteten nicht vielleicht eine Handtasche oder Schuhe schenken soll. Sehr schön ist auch das Zusammentreffen des französischen Dialektes der Charaktere mit dem leicht hessischen Einschlag mancher Akteure – ein interkulturelles Hörvergnügen der besonderen Art, dass die liebevolle Art unterstreicht, mit der die Schauspieler an ihre Rollen heran gehen. Und so ist es wie im Film: Auch wenn Christina Trageser als Belle und Jörg Hüttel als Biest die namentlichen Hauptrollen innehaben, gibt es eigentlich keine Nebenrollen, da alle Charaktere zusammen dem Stück seinen Charme verleihen. Seien es Matthias Müller und Volker Bilz, die das kongeniale Duo Lumière und Von Unruh verkörpern, Dominik Hilfenhaus als Gaston oder Jenny Heider und Martin Kalus als Madame Pottine und Tassilo oder die Kinder der Flötengruppe, die zum tanzenden Geschirr auf der Bühne wurden – die Umsetzung des weltbekannten Stücks gelingt den Mitgliedern des Musikvereins auf wahrlich zauberhafte Weise. Ein Grund hierfür sind sicherlich auch die fantastischen Kostüme, die ebenfalls alle in Eigenregie entstanden sind. 35 Kostüme wurden in liebevoller Handarbeit von Reußwig gefertigt, um dem Stück die nötige Authentizität zu verleihen. Eine Aufgabe, die sicherlich gar nicht so einfach ist – waren es doch Standuhren, Kerzenständer oder Teekannen, die hier Form annehmen mussten.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 2. Oktober.

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