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09.10.2017

„Politiker mit starkem Kompass“

Stadt und Sozialdemokraten würdigen Rainer Krätschmer

Wächtersbach (re). Nach dem Tod von Rainer Krätschmer würdigen die Stadt Wächtersbach, die SPD Main-Kinzig und die Sozialdemokraten aus Hanau die Verdienste des langjährigen Kommunalpolitikers, der unter anderem 24 Jahre Bürgermeister von Wächtersbach und zuletzt Kreistagspräsident war. Krätschmers Sohn Simon veröffentlichte auf Facebook einen sehr persönlichen Text über seinen Vater.

Bürgermeister war Rainer Krätschmers Berufung und Leidenschaft, teilt der Magistrat der Stadt Wächtersbach mit. Das „Bohren dicker Bretter“ für Projekte und Vorhaben für seine Stadt, die sich nicht gleich realisieren ließen, sei eines seiner Markenzeichen gewesen, als Beispiel wird die Auwegbrücke über die Bahnlinie Frankfurt-Fulda genannt. In den 24 Jahren seiner Amtszeit in Wächtersbach habe er zahlreiche Infrastruktureinrichtungen in der Innenstadt und den Stadtteilen neu geschaffen, gestaltet und erweitert, den Arbeits- und Wohnstandort Wächtersbach gestärkt, die Aufenthalts- und Lebensqualität verbessert und Wächtersbach zu einem wichtigen, wirtschaftsstarken Mittelzentrum im Main-Kinzig-Kreis gemacht.

„Immer geprägt von dem Gedanken der sozialen Gerechtigkeit, hat er sich für die Bürger von Wächtersbach eingesetzt und sie unterstützt. Ehrenamtliches Engagement hat er dabei stets gefördert und mit den Vereinen eine enge Zusammenarbeit geführt“, heißt es weiter. Krätschmer sei dabei immer offen für neue Ideen gewesen und habe kulturellen Initiativen aufgeschlossen gegenüber gestanden. Gleichzeitig setzte er sich aber auch dafür ein, dass Bewährtes wie die Messe Wächtersbach erhalten und weiterentwickelt wurde.

Die Städtepartnerschaft mit den Städten Châtillon-sur-Chalaronne, Vonnas und Baneins sowie der Stadt Troizk/Moskau hätten ihm immer am Herzen gelegen. Auch nach dem Ausscheiden als Bürgermeister habe er für seine Stadt als ehrenamtliches Mitglied der Stadtverordnetenversammlung seine Erfahrungen eingebracht und darüber hinaus die Geschäftsführung der Stadtwerke Wächtersbach GmbH fortgeführt.

Im Rahmen seiner Verabschiedung wurde Rainer Krätschmer im Mai 2014 zum „Ehrenbürger“ von Wächtersbach ernannt. Noch im gleichen Jahr wurde er durch seinen Amtskollegen, Bürgermeister Vladimir Dudotschkin, bei einer Festversammlung in Troizk zum „Menschen des Jahres“ ausgezeichnet.

„Das Wohl seiner Stadt Wächtersbach hatte für ihn stets oberste Priorität. Hierfür sprechen wir ihm Dank und Anerkennung aus. Die Stadt Wächtersbach verliert mit Rainer Krätschmer eine seiner angesehensten Persönlichkeiten. Mit großer Hochachtung vor diesem Lebenswerk für unsere Stadt nehmen wir Abschied von unserem ehemaligen Bürgermeister und Freund Rainer Krätschmer“, so Bürgermeister Andreas Weiher.

Für Christoph Degen, Vorsitzender der SPD Main-Kinzig, und Klaus Schejna, Vorsitzender der Kreistagsfraktion, bedeute Krätschmers Tod einen „schweren Verlust für die Sozialdemokratie im Main-Kinzig Kreis und darüber hinaus“.

Mehr dazu in der GNZ vom 10. Oktober.

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