. Ein Steinhaufen, der unverrückbar scheint - GNZ.de
12.10.2017

Ein Steinhaufen, der unverrückbar scheint

Bad Orber Stadtparlament befasst sich mit dem Untertorplatz

Bad Orb (in). Heidrun Gotz, früher FBO, jetzt parteilose Stadtverordnete, versuchte es mit der Flucht nach vorne und entschuldigte sich zunächst einmal, das Parlament wieder mit einem Pille-Palle-Antrag zu belästigen. Die anschließende, ausufernde Diskussion zeigte, dass das nicht notwendig gewesen wäre. Ihr Antrag drehte sich um den Untertor-Platz und im speziellen um den Steinhaufen dort, der – nicht nur Heidrun Gotz – ein Dorn im Auge ist. Und das schon seit sehr langer Zeit.

In der Debatte im Stadtparlament am Mittwoch wurde klar, dass die Anhäufung von Steinen schon Generationen von Parlamenten und Bürgermeistern beschäftigte – Abhilfe konnte allerdings bislang nicht geschaffen werden. Denn die Steine liegen nicht einfach so da. Sie verdecken vielmehr einen Brunnen, der früher den Platz zierte. Nicht nur der Abtransport der Steine, sondern auch der Rückbau des Brunnens würden einiges kosten. Und so ziert der ungeliebte Steinhaufen den Platz seit Jahrzehnten. Dabei ist es auch nach der erneuten Debatte im Stadtparlament höchst fraglich, ob sich an diesem Zustand in absehbarer Zeit etwas ändert. Das Parlament überwies den Vorschlag von Heidrun Gotz zwar zur weiteren Beratung in den Ausschuss (bei einer Gegenstimme aus der SPD, und zwei Gegenstimmen aus der FWG), aber schon in der Diskussion wurde deutlich, dass es große Bedenken gibt, das Projekt ausgerechnet jetzt in Angriff zu nehmen. Denn schließlich steht der komplette Innenstadtbereich – vom Bahnhof bis zum Salinenplatz – mehr oder weniger kurz davor, insgesamt erneuert zu werden.

Mehr in der GNZ vom 13. Oktober.

  • 1
  • 1
  • 2
  • 1
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 1