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10.11.2017

Die Stadt menschlicher gemacht

Bürgerhilfe-Vorsitzende Anne Müller erhält Ehrenbrief des Landkreises

Langenselbold (re). Gelungene Überraschung für Anne Müller. Eigentlich wollte die Vorsitzende der Langenselbolder Bürgerhilfe den Mitgliedern ihres Vereins für deren Engagement danken. Doch dann erhielt sie aus den Händen von Bürgermeister Jörg Muth selbst eine Anerkennungsurkunde, und zwar die höchste, die der Kreis vergeben kann.

Mehr als 120 Menschen waren der Einladung zum Dankeschön-Tag der Langenselbolder Bürgerhilfe ins Foyer der Klosterberghalle gefolgt. Überraschender Höhepunkt eines vorweihnachtlich stimmungsvollen Nachmittags, die Verleihung des Kreis-Ehrenbriefes an Anne Müller. In Vertretung von Landrat Thorsten Stolz überreichte Bürgermeister Jörg Muth der Vereinsgründerin Anstecknadel und Ehrenurkunde. „Anne Müller hat sich in außergewöhnlicher Weise für das Allgemeinwohl engagiert“, betonte er, und verwies auf einige ihrer Tätigkeitsfelder.

Müller trat 2006 in den städtischen Seniorenbeirat ein, zwei Jahre später übernahm sie dessen Vorsitz, den sie bis heute innehat. Dazu gehört sie seit 2006 bis heute fast ohne Unterbrechung dem Frauenbeirat an. Aus dem Engagement für weibliche und ältere Menschen entwickelte Müller schließlich die Idee für die Bürgerhilfe. Der Rathauschef erinnerte an die Gründung des Vereins im April 2015. „Schon damals zählte die Bürgerhilfe mehr als 40 Gründungsmitglieder. Das Interesse war groß und ist bis heute ungebrochen“, meinte Muth, der den Verein als festen Bestandteil der Langenselbolder Stadtgesellschaft würdigte. „Die Idee ist einfach und zündend: Sie geben die Menschen die Chance, anderen zu Helfen, und später, wenn sie selbst Hilfe benötigten, solche zu erhalten.“ In einer Zeit, in der sich Menschen, auch aufgrund des wachsenden Einflusses von Computern, voneinander entfernten, trage die Bürgerhilfe dazu bei, dass sich Hilfsbedürftige zusammenschließen und erkennen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind. „Im Namen des Landrats danke ich Ihnen dafür, dass Sie einen entschlossenen Beitrag dazu leisten, unsere Stadt menschlicher zu machen. Ich danke Ihnen auch dafür, dass sie unermüdlich Neues anstoßen.“ Müller selbst nutzte die Ehrung nicht für eine lange Dankesrede, sondern dafür, um weitere aktive Mitglieder für die Bürgerhilfe zu werben. „Es macht Spaß, zu helfen, und mit anderen Menschen im Team zu arbeiten“, betonte sie und kündigte an, weiterhin etwas bewegen zu wollen. So meinte sie, angelehnt an ein Zitat der Malerin Paula Modersohn-Becker: „So lange man Ideale hat und diese verwirklichen kann, weiß man, dass man lebt. Ich habe noch immer Ideale und noch einiges vor.“

Mehr in der GNZ vom 11. November.

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