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14.11.2017

Das Ende der müden Rüden ausgerufen

Kampagnenstart: Wächtersbacher Frauen greifen nach der Macht im Elferrat

Wächtersbach (dl). Durchaus ernst zu nehmen, sind die Bestrebungen der Wächtersbacher Frauen, der Vormachtstellung der Männer im närrischen Elferrat des Wächtersbacher Carneval Verein (WCV) ein Ende zu bereiten. „Wehret den Anfängen!“, hatte Wächtersbachs oberster Nachtwächter des närrischen Protokolls, alias Volker Deubert, vergeblich gewarnt. In einer glühenden Rede anlässlich der Campagne-Eröffnung im WCV-Vereinsheim hat die WCV-Gleichstellungsbeauftragte Traudel Müller ein Ende der „Elf müden Rüden“ auf der Bühne vorausgesagt. Sitzungspräsident Nicky Kailing sieht da einer spannenden und turbulenten fünften Jahreszeit entgegen.

Als historischen Moment, der als Markstein, also als Grenzstein, in die Geschichte des WCV eingehen wird, hat Traudel Müller die Bestrebungen der Frauen im Verein angekündigt, der Männerherrschaft im närrischen Rat endgültig eine Absage zu erteilen. Müller möchte als neues Elferrat-Mitglied nicht als Quotenfrau verstanden werden, sondern will vielmehr die Phalanx der Männer im Rat durchbrechen, um die Macht der Frauen sukzessive auszubauen. Wenn Männer Männer, Frauen Frauen und sogar Bad Orber Wächtersbacher heiraten dürfen, dann muss auch das letzte Tabu noch fallen, dass nur Männer für die Narrenherrschaft in Frage kommen.

Mehr in der GNZ vom Montag, 13. November 2017

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