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12.11.2017

Pokernde Nonnen und nackte Mafiosi

Hain-Gründauer Theatergruppe „Stoppelhopser“ brillieren mit ihrem neuen Stück

Von Harald Schricker
Gründau-Hain-Gründau. Nach Monaten des Probens wurde es am Wochenende ernst für die „Stoppelhopser“. Die Theatergruppe des Natur- und Vogelschutzvereins Hain-Gründau, brachte ihr neues Stück auf die Bühne des Dorfgemeinschaftshauses. Gespielt wurde „Nonnenpoker“, eine Komödie von Jennifer Hülser in drei Akten.

Es geht hoch her in der Küche des Klosters „Am Buchberg“, ein dem Verfall preisgegebenes Nonnenkloster. Die Kirchgänger werden immer weniger, das Geld immer knapper und die verbliebenen fünf Nonnen langweilen sich. Schwester Eva-Maria, gespielt von Lisa Wiederspahn, aufgrund ihrer Kochkünste als „Matschepampe-Köchin“ tituliert, rührt ihren Eintopf. Pia Hagenfeld als Schwester Elisabeth lebt in „Demut, Dankbarkeit und Stille“, ist sonst aber sehr nervös und immer der Ohnmacht nahe. Tanja Koch in der Rolle der Schwester Lucy ist die jüngste und modernste der Nonnen. Mit einem modisch aufgepeppten Gewand versucht sie, durch ständig neue Ideen das Kloster wieder in Schwung zu bringen. Sie zählt dabei auf neue Medien wie Whatsapp und Facebook, die den anderen Nonnen eher unbekannt sind. Die älteste der Nonnen, Schwester Agathe, von Elke Weinel mit „Haagrenner Platt“ auf die Bühne gebracht, hält die Truppe zusammen: „Ich bin zwar alt, aber net bescheuert.“

Um sich die Zeit totzuschlagen pokern die Nonnen um Oblaten, immer auf der Hut vor der Mutter Oberin Lucretia, dargestellt von Katja Blohmeyer. Schwester Elisabeth entwickelt sich dabei zur „Royal-Flash-Königin“, nicht ganz ohne Schummelei.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 13. November.

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