. Ausritt in den Wilden Westen - GNZ.de
11.02.2018

Ausritt in den Wilden Westen

Katholische Frauengemeinschaft gräbt in Oberndorf das Kriegsbeil aus

Jossgrund-Oberndorf (bis). Der Häuptling schaut mit ernster Miene in die Runde. Bunte Federn schmücken sein Haupt. Ehrfürchtig schauen die vielen Squaws, Cowgirls und Siedlerfrauen zu ihm auf und werfen ihm bewundernde Blicke zu. Nein, dies ist kein Ausschnitt aus Karl Mays „Winnteou“, obwohl beide, der Schriftsteller wie auch die Romanfigur sicher ihren Spaß gehabt hätten, als die katholische Frauengemeinschaft (kfd) Oberndorf das Publikum mit einer grandiosen Saloonparty in den Wilden Westen entführte.

Nach dem Einzug zur flotten Titelmelodie der US-Serie „Bonanza“ landete „Bloody Mary“ alias Maria Solbach erst einmal am Marterpfahl. Sonst ging es aber friedlich zu im voll besetzten Saal des Rat- und Bürgerhauses Jossgrund. Es gab keine Zickenkriege, das Kriegsbeil wurde nur ausgegraben um sich gegen den möglichen Schienenbau durch den Jossgrund zu wehren. „Let’s make Weiberfasching great again“, begrüßte Andrea Küber im Indianerkostüm die vielen Zuschauerinnen aus Oberndorf und Umgebung. Sie umjubelten viele Beiträge mit Beifallsstürmen und forderten energisch Zugaben.

Besonders nach dem Auftritt der „Dolle“ war das Publikum aus dem Häuschen. Mit spitzzüngigen Bemerkungen und feinstem A-cappella-Gesang nahmen die „6 Plagen vom Jossatal“ sich selbst, die „Helden“ der großen Politik und das Ortsgeschehen aufs Korn. Auch der Bürgermeister, der sich „die Welt so macht wie es ihm gefällt“ und seine Gattin, ein „Rainer Glücksfall“, mussten für Spott herhalten. „Ich hab Sommer“, thematisierten sie inbrünstig zur Melodie von Peter Maffays einst berüchtigtem Song „Ich war 16“ die Tücken der Wechseljahre.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 12. Februar.

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