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15.04.2018

Aufs Babyglück folgt der Wahlsieg

Dominik Brasch neuer Bürgermeister von Bad Soden-Salmünster

Bad Soden-Salmünster (pfz). Würde Domink Brasch die vergangene Woche als aufregend bezeichnen, müsste man ihm maßlose Untertreibung vorwerfen. Am Dienstag erblickte sein viertes Kind das Licht der Welt, heute haben ihn die Bürger von Bad Soden-Salmünster mit 57,9 Prozent der Stimmen zu ihrem neuen Rathauschef gewählt. Der parteilose Bewerber hat sich mit der Unterstützung von GWL, SPD und CDU im Rücken gegen fünf Kandidaten durchgesetzt. „Ich war wohl der letzte in meinem Team, der noch daran glaubte, dass es auf jeden Fall eine Stichwahl geben wird“, sagte Brasch, als das Ergebnis feststand.

Damit ließ er Dr. Frank Kleespies (parteiunabhängig/23,4 Prozent) Wolfgang Will (parteilos/17 Prozent), Hartmut Glaschke (parteilos/0,7 Prozent) und Cristian Sutianu (parteilos/0,2 Prozent) hinter sich. Elke Feit (parteilos), die ihren Wahlkampf schon Mitte März beendet hatte, kam auf 0,7 Prozent der Stimmen. Sie stand nur noch auf dem Stimmzettel, weil sie ihre Kandidatur nicht mehr offiziell rückgängig machen konnte. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,3 Prozent der 10 670 Wahlberechtigten.

Das Spessart-Forum füllte sich heute, nachdem die Wahllokale um 18 Uhr geschlossen hatten, mit zahlreichen Bürgern, die die Ergebnisentwicklung live verfolgen wollten. Um 18.08 war die Auszählung in Braschs Heimatort Alsberg durch. Wenig überraschend ergatterte er dort 81,3 Prozent, sein stärkstes Ergebnis. In Ahl schnitt er am „schlechtesten“ ab, dort bekam er „nur“ 51 Prozent der Stimmen. Spätestens als die Wahlhelfer die Ergebnisse aus den Kernstädten übermittelten, war klar: Der 32-Jährige wird der neue Bürgermeister von Bad Soden-Salmünster und damit am 1. August die Nachfolge von Lothar Büttner antreten.

Der scheidende Rathauschef war es auch, der um 19.20 Uhr das vorläufige Endergebnis bekanntgab. Wem die Bürger im Spessart-Forum die Daumen drückten, war spätestens dann klar. Lauter Jubel und viel Beifall bildeten die Geräuschkulisse für Braschs erste „Amtshandlung“: ein Kuss für seine Frau Jennifer. Büttner gratulierte allen Kandidaten zu einem engagierten Wahlkampf. „Aber es kann eben nur einen Sieger geben“, sagte er, bevor er das Mikrofon an den Mann des Abends reichte.

Doch mehr als „Vielen Dank“ konnte Brasch gar nicht sagen, bevor er erneut von den Anwesenden lautstark gefeiert wurde.

Mehr zur Bürgermeisterwahl in der GNZ vom 16. April.

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