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Acht Jahre Haft wegen vierfachen Raubes

Landgericht Hanau spricht Urteil im Gelnhäuser Überfall-Prozess

11 Mrz 2016 / 21:24 Uhr
    Gelnhausen/Hanau (mb). Im Gelnhäuser Überfall-Prozess hat die 2. Große Strafkammer am Landgericht Hanau gestern das Urteil gesprochen: Der Angeklagte, ein 26-jähriger Türke aus Gelnhausen, muss für acht Jahre ins Gefängnis.

    Das Schöffengericht unter Vorsitz von Landgerichtspräsidentin Susanne Wetzel sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Zeitraum von November 2013 bis März 2015 vier Überfälle im Bereich Gelnhausen begangen hatte. Den Raub auf den Rewe-Markt in Altenhaßlau hatte K. gestanden. Er bestritt jedoch bis zuletzt, zweimal die Shell-Tankstelle in Gelnhausen und die Spielothek in Hailer ausgeraubt zu haben.

    Die Beweislage beim Rewe-Raub war eindeutig, nachdem Kriminalbeamte einen Handflächenabdruck von K.am Tatort sichergestellt hatten. Ähnlich aufschlussreiche Erkenntnisse gab es bei den übrigen drei Überfällen indes nicht. So musste sich die Anklage auf Indizien stützen. Die zentrale Rolle kam dabei der Aussage des Zeugen A. zu. Dieser hatte K. bei einer polizeilichen Vernehmung schwer belastet. Seine Angaben wollte er vor Gericht jedoch zunächst nicht bestätigen – offenbar fühlte er sich durch die zahlreichen Freunde von K., die als Zuschauer der Verhandlung beigewohnt hatten, unter Druck gesetzt. Erst im dritten Versuch – nach einer einwöchigen Beugehaft wegen Missachtung des Gerichts – kehrte er zu seiner ursprünglichen Aussage zurück.

    Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 12. März.

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