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„Ich bin kein Waffennarr“

Hanauer Werkzeugmacher wegen illegalen Waffenbesitzes zu 18 Monaten verurteilt

01 Jul 2016 / 16:40 Uhr
    Hanau (re). Wegen Verstößen gegen das Waffengesetzt ist ein 54-jähriger Mann gestern vom Landgericht Hanau zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. A, 13. Januar 2015 waren in der Werkstadt des Angeklagten in der Hanauer Innenstadt eine Maschinenpistole, zwei weitere Waffen sowie knapp 250 Schuss Munition sichrgesellt worden. Aufgefallen war der Werkzeugmacher den Sicherheitskräften am Frankfurter Flughafen, weil er versucht hatte, mit einer geladenen Pistole, die in einem Topf versteckt war, nach Madeira zu gelangen. Dort wollte er sich nach eigenen Angaben das Leben nehmen.

    Es war eine erschütternde Geschichte, die der Angeklagte bei seiner geständigen Einlassung zu Beginn der Verhandlung schilderte. Vor sechs Jahren geriet das Leben des Hanauer Werkzeugmachers ins Wanken. Damals erführ seine Lebensgefährtin, mit der er seit 17 Jahren liiert ist, von zwei lebensbedrohlichen Krebsdiagnosen. Fortan habe er sich um seine mittlerweile Verbolte gekümmert, betonte der hagere Mann mit dem angegrauten Haar.