Der Wirtheimer Sven Kahlert, Cheftrainer des 1. FFC Frankfurt, wird an Titeln gemessen
Biebergemünd-Wirtheim (dg). Während ganz Deutschland im WM-Fieber ist, hat Sven Kahlert schon wieder ganz andere Sorgen. Der in Wirtheim lebende Cheftrainer des Frauenfußball-Bundesligisten 1. FFC Frankfurt hat mit dem Renommierklub aus der Mainmetropole große Ziele – und an denen wird der 39-Jährige auch gemessen.
Der FFC gilt seit über einem Jahrzehnt als eine der Top-Adressen im deutschen Frauenfußball. Die Truppe um Ex-Weltfußballerin Birgit Prinz hat mehrere deutsche Meisterschaften, DFB-Pokalsiege sowie Triumphe im UEFA-Cup vorzuweisen.
Bei diesem FC Bayern der deutschen Frauenfußball-Szene ist Sven Kahlert seit Oktober vergangenen Jahres Cheftrainer. Der aus Ostdeutschland stammende Wahl-Biebergemünder kam als Co-Trainer aus der zweiten Reihe zu diesem Spitzenjob, nachdem er seinen damaligen Chef, den glücklosen Günter Wegmann, beerbte.
Kahlert schaffte es, den in der Vorsaison ungewohntermaßen titellos gebliebenen FFC wieder aufs Erfolgsgleis zu schieben. Zwar kam in der vergangenen Saison „nur“ die Deutsche Vizemeisterschaft heraus und auch im Pokal mussten die Frankfurterinnen schon vor dem Pokalfinale die Segel streichen.
In der neuen Runde soll die Erfolgskurve der Topmannschaft noch deutlicher nach oben zeigen – wer beim 1. FFC Frankfurt in der Verantwortung steht, der muss sich an Titeln messen lassen. Das weiß auch Sven Kahlert. „In der Bundesliga sind die Plätze eins oder zwei unser Ziel, denn wir wollen unbedingt in die Champions-League. Auch das Pokalfinale in Köln wollen wir erreichen”, legte sich der Hobby-Jogger fest, der in seiner spärlich bemessenen Freizeit regelmäßig die Wälder und Feldwege rund um Wirtheim umrundet. „Wir haben eine sehr gute Mannschaft zusammen, in der die Mischung zwischen erfahrenen Spielerinnen und Talenten mit viel Potenzial stimmt.“
Er wisse sehr genau, unter welchem Erwartungsdruck er stehe, aber: „Mir ist es lieber, ich habe diesen positiven Druck anstelle einer negativen Konstellation, in der wir beispielsweise gegen den Abstieg spielen müssten – das ist schon okay so.“ Mehr dazu am Samstag, 19. Juni, in der GNZ.
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