Bad Soden-Salmünster (bak). Kam noch vor 50 Jahren ein Oberschenkelhalsbruch im Alter einem Todesurteil gleich, so geht es heute in der geriatrischen Rehabilitation oftmals erfolgreich darum, den Patienten wieder zu möglichst großer Selbstständigkeit und Mobilität zu verhelfen. Geriatrie ist die Lehre von den Krankheiten des alternden Menschen. Als eine von zwei Kliniken in Hessen ist die Klinik Lohrey seit 2008 für die geriatrische Rehabilitation zugelassen und blickt damit bereits auf einen reichen Erfahrungsschatz zurück.
Für den Chefarzt Dr. Hermann Josef Engel, der sich selbst als den dienstältesten Chefarzt in Bad Soden-Salmünster bezeichnet, ist die entscheidende Grundvoraussetzung, dass sich seine Patienten aufgefangen und wohl fühlen. Heute kämen die Patienten acht bis zehn Tage nach einer Operation aus dem Akutkrankenhaus in die Rehabilitationsklinik.
Hüftoperationen würden inzwischen so vorgenommen, dass die Gelenke sofort wieder belastet werden dürften. Insbesondere für ältere Menschen sei das eine absolut notwendige Voraussetzung, möglichst bald so viel Mobilität wie möglich zurück zu gewinnen. War es doch die lange Bettlägerigkeit, die früher dazu geführt habe, dass sich die Muskulatur zurückbildete und anschließende Trainingseinheiten erschwerte. Oftmals hätten Krankheiten, wie eine Lungenentzündung, das Leben der frisch Operierten beendet, bevor die eigentliche Rehabilitation beginnen konnte.
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