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1967

13 Jul 2016 / 08:44 Uhr

1967: Aller Anfang ist schwer – das ist dem gelernten Schriftsetzer Ehrhard Naumann klar, als er sich seinen großen Traum erfüllt: die Selbstständigkeit.

Eine Druckerei zu übernehmen und aufzubauen, davon hatte Naumann schon lange geträumt. Die Chance eröffnet ihm ein langjähriger Kollege der „Frankfurter Rundschau“, wo Naumann bis dato angestellt war. Peter Koch betreibt nebenbei eine kleine Hausdruckerei in Neuenhaßlau. 1967 sucht er einen Käufer. Ehrhard Naumann schlägt zu. Die Ausstattung ist bescheiden: zwölf Quadratmeter Arbeitsfläche, eine Handdruckmaschine. Selbst kleinere Arbeiten wie das Zuschneiden von Papierbögen muss Naumann nach Großauheim vergeben.

Zunächst heißt es „Klinken putzen“. Der frisch gebackene Druckereileiter holt tagsüber kleinere Aufträge, geht abends zur Schule, arbeitet nachts im Betrieb. Erster Erfolg: Ehrhard Naumann übernimmt von Peter Koch die Herstellung zweier Gemeindeblätter. Herausgeber sind die damals selbstständigen Gemeinden Neuenhaßlau und Rothenbergen.

Freund und Förderer der ersten Stunde ist Neuenhaßlaus Bürgermeister Bodo Käppel, der dem Druck- und Pressehaus Naumann bis zu seinem Tode stets treu verbunden blieb.