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Lebenslange Haft für tödliche Schüsse

Hanau: Prozess um Mord endet mit zwei Schuldsprüchen

07 Sep 2018 / 17:00 Uhr

Hanau (dpa/mab). 2013 wird ein Familienvater durch die Glastür seines Wohnhauses an der Hanauer Gallienstraße erschossen. Gestern hat das Landgericht die 32-jährige Hauptverdächtige zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Ihr damaliger Lebensgefährte, der Schwager des Opfers, erhielt wegen Beihilfe zum Totschlag eine neunjährige Gefängnisstrafe.

Es ist der Abend des 7. September 2013: Ein Familienvater wird von mehreren Schüssen durch die gläserne Eingangstür seines Hauses verletzt. Wenig später stirbt er im Krankenhaus. Schnell gerät sein heute 54-jähriger Schwager unter Verdacht. Hintergrund ist ein Erbstreit mit seiner Schwester, der Ehefrau des Opfers. So soll ihr Mann sie dazu gedrängt haben, den Pflichtteil von 40 000 Euro einzuklagen. Erst als die Tatwaffe im April 2016 gefunden wird, erlässt die Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den 54-Jährigen, der bis zu Beginn des Prozesses in Österreich lebte. Dann die überraschende Wende: Während des Verfahrens verstrickt sich die heute 32-jährige Lebensgefährtin des Beschuldigten zunehmend in Widersprüche. Im Dezember erhebt Staatsanwalt Mathias Pleuser in beiden Fällen Anklage wegen gemeinschaftlichen Mordes – aus heimtückischen und niedrigen Beweggründen.

Mehr in der GNZ vom 8. September.

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