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Bis wohin reicht mein Leben?

„Das Rilke Projekt“: Tiefgründige Lyrik trifft auf grandiose Klänge

03 Sep 2018 / 21:17 Uhr
Hanau (erd). Lyrik und Musik. Wie geht das zusammen? Wer das Rilke-Projekt der Komponisten Richard Schönherz und Angelica Fleer erlebt hat, möchte es nie mehr trennen. Die Sprechstimmen von Nina Hoger und Sebastian Urzendowsky, der Gesang von Edo Zanki und dazu eine Band aus großartigen Musikern sorgten für einen höchst emotionalen Abend.

Im Mittelpunkt stehen aber Rainer Maria Rilke Gedichte und Briefe. Kaum einer verstand es je wie Rilke, das Gesehene – manchmal so banal, manchmal so tiefblickend – in Worte zu fassen. Wenn Rilke ein Karussell beschreibt, dann erhalten seine Worte eine Drehbewegung. „Mit einem Dach und seinem Schatten dreht sich eine kleine Weile der Bestand von bunten Pferden, alle aus dem Land, das lange zögert, eh es untergeht. Zwar manche sind an Wagen angespannt, doch alle haben Mut in ihren Mienen; ein böser roter Löwe geht mit ihnen und dann und wann ein weißer Elefant.“

Dazwischen werden Erinnerungen an Rilke eingestreut, auch seine Briefe an seine Geliebten zeigten viel von Rilkes Gedanken- und Gefühlswelt, etwa zu Lou Andreas -Salomé.

Doch in Kombination mit der Musik erschließt sich Rilkes Werke eine weitere Dimension – etwa wenn Edo Zanki einstimmt zum „Mach mich zum Wächter Deiner Weiten“.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 4. September.

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