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Barfuß und mit einer Gitarre

„Welttheater“ mit Simon Weiland im Gerichtssaal des Amtshauses

22 Okt 2017 / 16:35 Uhr
Steinau (bak). Wenn Simon Weiland aus Koblenz, der im Brotberuf Deutsch für Nicht-Deutsche unterrichtet, auf der Bühne steht, dann wird er ein ganz anderer. Im Fall seines neuen Stücks „Welttheater“ spielt er den arroganten Regisseur mit Sonnenbrille und dessen etwas naiven, willigen Schauspieler mit weißer Maske. Barfuß, ganz in Schwarz gekleidet und allein mit seiner Gitarre verschmilzt Simon Weiland mit der Bühne im Gerichtssaal des Amtshauses. Nach drei Auftritten hier im vergangenen Jahr, liebt der Schauspieler diesen Raum im Bruder Grimm Haus.

Er unternahm mit seinem Publikum eine Reise in das Land der Träume mit Rückgriffen auf Wortspiele als Naturphänome und Assoziationen in traumhafter Geschwindigkeit. „Wir alle haben ein Brett vor dem Kopf. Machen sie sich ruhig etwas vor, vors Gesicht, eine Brille“, rät Weiland – so sehe man die Vorstellung besser.

Weiland sucht sich einen festen Stand auf der Bühne: „Jetzt bin ich hier, gekommen aus einer anderen Welt.“ Dann spielt er mit den Worten, entwickelt eins aus dem anderen, setzt sie so aneinander, dass sie sich von selbst erklären, etwa: „Als Säugling saugt man alles auf.“ Für Simon Weiland gilt das Aufsaugen auch für die Worte und das Erfassen des Seins.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 23. Oktober.

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