SUCHE

Die finale Etappe

Am Mittwoch beginnen die Arbeiten am letzten Bauabschnitt der Bundesstraße 457 in Büdingen und sorgen für zwei Umleitungen

12 Jul 2018 / 11:21 Uhr

Büdingen (jek). Am kommenden Mittwoch beginnt Hessen Mobil mit dem letzten Bauabschnitt an der Bundesstraße 457 in Büdingen. Bis zum 31 August will die Straßenverkehrsbehörde die Sanierung dieses Teilstücks der Strecke abschließen. Bis dahin müssen sich nicht nur Verkehrsteilnehmer auf Einschränkungen einstellen, auch die Anwohner in Orleshausen dürften wenig begeistert sein.

Vom Hotel Saline bis zur Essotankstelle erfolgen die Arbeiten an der Strecke. Den Verkehr stadtauswärts leitet Hessen Mobil einspurig aus der Stadt heraus. Einen längeren Weg müssen Autofahrer in Kauf nehmen: Sie werden über das Büdinger Industriegebiet und die Thiergartenstraße in die Kernstadt geführt; wer den Salinenhof verlassen will, muss ebenfalls über die Thiergartenstraße fahren. Dort herrscht während der Umleitung ein absolutes Halteverbot. Einzelne Schikanen will die Stadtverwaltung während der Bauphase zugunsten des Verkehrsflusses entfernen. Auch eine Umleitung über Orleshausen und Büches nach Büdingen ist vorgesehen, die jedoch ist vor allem für Lastwagen verbindlich.

Das dürfte für die Anwohner Orleshausens wenig tröstlich sein, die nun erneut als Bypass insbesondere für den Schwerverkehr herhalten müssen. Nicht zuletzt aus diesem Grund fordern Anwohner der Durchgangsstraße des Ortes seit Jahren nach einer Ortsumgehung, insbesondere um den Schwerlastverkehr aus Orleshausen herauszuhalten. Denn nicht nur der Lärm macht den Anwohnern zu schaffen, sie klagen auch über Schäden an der Bausubstanz ihrer Häuser.

Erste Planungen für einen solchen Bypass sind bereits angelaufen: Für drei Varianten einer möglichen Ortsumgehung haben Ingenieure die Verkehrsentwicklung durchgerechnet. In der ersten Version führt ein Bypass den Verkehr vor dem Ortseingang Orleshausen in Richtung Nordwest zum Ortsausgang in Richtung Büches. Variante zwei sieht eine Umgehung in gleicher Richtung bis zur Kreisstraße nach Düdelsheim vor. Die Variante drei ist mit der ersten identisch, jedoch bleibt hier das Teilstück der Kreisstraße nach Düdelsheim für den Verkehr gesperrt.

Gerade im letzteren Fall versprechen sich die Planer eine Reduktion des Durchgangsverkehrs um 6.200 Fahrzeuge pro Tag – projiziert auf das Jahr 2030. Von Variante zwei versprechen sich die Ingenieure rund 6.400 weniger Fahrzeuge, die den Ort durchfahren. Am geringsten wäre dieser Rückgang bei der ersten Variante mit rund 3.200 Fahrzeugen weniger. Planfall zwei wäre dann auch der Favorit seitens des damals beauftragten Ingenieurbüros. Insgesamt erhoffen sich die Planer von dieser Variante eine Reduktion des Durchgangsverkehrs um rund drei Viertel.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Schlagwörter: