SUCHE

Digitalisierung bei der Energieversorgung

ZOV-Verbandsversammlung beschließt Jahresabschluss 2017

28 Aug 2018 / 10:35 Uhr
Wetteraukreis (jek). Mit einem Gewinn von rund einer halben Million Euro geht der Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) aus dem Geschäftsjahr 2017 hervor. Den entsprechenden Jahresbeschluss genehmigten am Freitag die Mitglieder der zuständigen Verbandsversammlung.

Zu den Firmen des Zweckverbands gehört vor allem die Dachgesellschaft Oberhessiche Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (OVVG). Sie schloss das Geschäftsjahr 2017 mit einem Überschuss von rund 4,875 Millionen Euro ab. Ein Gros des erwirtschafteten Geldes ist dabei bereits an die Beteiligten Kommunen des Zweckverbands geflossen, in Summe rund 2,88 Millionen, die vorab an die Träger des Zweckverbands gingen. Zu diesen gehören neben dem Wetteraukreis auch der Landkreis Gießen und der Vogelsbergkreis.

Aus dem erwarteten Gewinn des laufenden Geschäftsjahres soll in diesem Jahr eine Summe von rund 2,162 Millionen Euro an den Wetteraukreis fließen. Der Vogelsbergkreis soll rund 333.000 Euro erhalten, der Landkreis Gießen hingegen hat einen erwarteten Fehlbetrag in Höhe von 553.815 Euro zu tragen.

Letzterer ergibt sich aus der Aufteilung der Verluste aus dem Schienen- und Busverkehr, der kostenseitig auf die Landkreise aufgeteilt und mit den Gewinnausschüttungen verrechnet wird. In Sachen Verkehr hat der Verband zudem die Kosten für die Reaktivierung der Horlofftal- wie auch der Lumdatalbahn nachträglich in den Haushalt eingestellt. Für das laufende Geschäftsjahr hat der ZOV hierfür 150.000 Euro veranschlagt.

Bei der Tochtergesellschaft Ovag Energie erwirtschaftete der Verband einen Betrag von 2,1 Millionen Euro, bei der Tochter Ovag Netz einen Betrag von 1,6 Millionen Euro. Einen Verlust hingegen musste die der OVVG zugehörige Verkehrsgesellschaft Oberhessen verbuchen. 4,2 Millionen Euro sind hier als Minus zusammengelaufen.

Das Thema Digitalisierung werde die Arbeit des Zweckverbands und seiner Gesellschaften in den nächsten Jahren bestimmen, prognostizierte ZOV-Geschäftsführer Rainer Schwarz während der Verbandsversammlung am Freitag. Hierzu gehörten unter anderem die Erneuerung der Stromzähler in den Haushalten auf digital ablesbare Geräte, sogenannte „intelligente Messsysteme“. Im kommenden Jahr soll der Auftrag zum Tausch all jener Zähler, die bislang nicht diesem Standard genügen, erfolgen.

Doch auch im Bereich Netzentwicklung blicke die zuständige Gesellschaft Ovag-Netz auf den Themenbereich E-Mobilität. Das Ganze im Bereich der Netzkonzeption, die auch darüber entscheiden soll, wo die Gesellschaft künftig öffentliche Ladesäulen anbieten wird, um elektrisch betriebene Fahrzeuge zu laden. In der Wetterau seien knapp 1.000 Elektrofahrzeuge unterwegs, sagte Schwarz. Derzeit gebe es rund 50 öffentliche Ladeeinrichtungen für diese Autos. Die Entwicklung in diesem Bereich sei geprägt von unterschiedlichen Szenarien – die wohl allesamt einen gewissen Unsicherheitsfaktor in sich bergen. Schwarz sprach von „sehr differenzierten und sehr fragilen“ Einschätzungen der Entwicklung dieses Themas. Auch wenn man nicht genau wisse, wohin die Reise gehe, wolle man die Netzentwicklung an diesen Szenarien ausrichten.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Schlagwörter: