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Kein Sportzentrum – dafür Altstadt

Büdingen bekommt keine Fördermittel für neuen Bau auf dem Dohlberg

06 Sep 2018 / 15:17 Uhr
Büdingen (jek). Kein neues Sportzentrum auf dem Dohlberg mit Hilfe von Bund und Land: Büdingen hat es in diesem Jahr nicht geschafft, mit diesem Vorhaben in das Programm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ zu kommen, aus dessen Mitteln die Stadt das Projekt mitfinanzieren wollte. Dafür profitiert Büdingen aller Voraussicht nach von einem anderen Fördertopf für den städtebaulichen Denkmalschutz.

Rund 90 Prozent der geschätzten Baukosten von rund 2,5 Millionen Euro versprach sich die Stadt mit Mitteln aus dem Programm finanzieren zu können. Genehmigt hingegen hat das Land einen Zuschuss über 90.000 Euro für den Bau eines Aufzugs am Wichtelhaus in der Büdinger Gymnasiumstraße (wir berichteten). Ein drittes Projekt, die Sanierung der Bodega in der Büdinger Altstadt, fiel ebenso aus dem Kreis jener, die sich über Zuschüsse aus dem gemeinsamen Investitionspakt von Bund und Ländern freuen können.

Für die Sanierung des Gebäudes könnte die Stadt hingegen von Geldern des Programms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ profitieren. Wie das in Hessen zuständige Umweltministerium mitteilt, ist Büdingen als neuer Standort in das Programm aufgenommen worden. Rund 7 Millionen Euro sollen in diesem Jahr für den „Erhalt des baukulturellen Erbes“ in zwölf Kommunen fließen.

Das Programm soll den Standorten helfen, neue Nutzungsmöglichkeiten für erhaltenswerte Gebäude, historische Ensembles und Bauwerke von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung zu finden und damit deren Fortbestand zu sichern.

Büdingen hat sich mit dem Gebiet „südliche Altstadt“ für eine Förderung beworben, im Fokus stehen dabei insbesondere die Gebäude Steinernes Haus, Luck‘scher Hof, die westliche Altstadtmauer und die ehemalige Synagoge. Auch für das Grundstück der inzwischen abgerissenen Militärregierung in der Gymnasiumstraße erhofft sich Büdingen Fördergelder für einen Neubau. Und ebenso will die Stadt Schlossgasse, Schlossplatz, Färber- und Kirchgasse über das Programm erneuern lassen.

Angemeldet hat Büdingen für dieses Jahr eine Gesamtsumme von 175.000 Euro, die im wesentlichen die Planungskosten für die Arbeiten abdecken sollen. Insgesamt veranschlagt die Stadt für alle Vorhaben Kosten von etwa 8,81 Millionen Euro, von denen die Kommune 2,78 Millionen Euro, also rund ein Drittel, übernehmen müsste. Noch steht die Aufnahme Büdingens in das Programm unter Vorbehalt: Es fehlt noch an der Zustimmung des Bundes und dem Inkraftreten einer Verwaltungsvereinbarung in dieser Sache.

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