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Wohungen statt Schwimmbad

Büdinger Verwaltung präsentiert erste Pläne
für künftige Nutzung der städtischen Fläche

18 Jun 2018 / 18:14 Uhr

Büdingen (jek). Das Büdinger Hallenbad könnte eine Wohnbebauung auf dem Dohlberg weichen. Entsprechende Pläne stellte die Verwaltung zur jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses (BPL) in der vergangenen Woche vor.

Nach diesen ersten Projektionen soll sowohl der Parkplatz vor dem Hallenbad entlang der Straße „Am Nußbaum“ als auch die Fläche des Hallenbades Fläche für Wohnbauten dienen. Den Parkplatz würde die Stadt in die Wilhelm-Lückert-Straße verlagern, so die bisherigen Pläne. Dort sollen etwa 85 Parkplätze entstehen, etwa 20 Mehr als auf der bisherigen Fläche.

Als Wohnbebauung denkt das Bauamt derzeit über verschiedene Varianten nach: So wäre auf der Parkfläche nördlich des Hallenbades ein Bau von zwei Einfamilienhäusern möglich, bei einem Grundstückszuschnitt von je 800 Quadratmetern. Auf der Fläche des Hallenbades wiederum könnten zwei Mehrfamilienhäuser oder vier Einfamilienhäuser entstehen. Die Fläche dort beziffert die Stadt mit insgesamt rund 3.500 Quadratmetern. Das Bauland würde Büdingen in diesem Fall jedoch nicht selbst erschließen, sondern an einen privaten Investor verkaufen.

Wohlgemerkt, hier handelt es sich um einen ersten Entwurf darüber, was mit dem seit 2012 geschlossenem Hallenbad geschehen soll. Entsprechend kritisch kommentierten die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses die Pläne. Insbesondere die Verkehrssituation in der Wilhelm-Lückert-Straße durch den Schulbusverkehr bereitete den Stadtverordneten im Ausschuss Bauchschmerzen: Mit der Verlegung des Parkplatzes würde die Parkfläche entlang einer bisher genutzten Haltestelle für Busse verlaufen. Doch auch Möglichkeiten, das Gelände an den Wetteraukreis als Schulträger zu verkaufen standen im Raum, genauso wie die Erschließung des Geländes als öffentliche städtische Fläche.

Zweifel vonseiten der Christdemokraten gab es auch, ob eine Wohnbebauung in diesem schulischen Umfeld überhaupt sinnvoll wäre, im Blick auf die Verkehrs- und Lärmbelastung: „Ich sage euch, Wohnbebauung da oben, das ist vorprogrammierter Ärger“, sagte der CDU-Stadtverordnete Klaus Merz. „Das Gebäude steht, das Dach ist auch in Ordnung.“

Merz brachte ins Spiel, das Gebäudeinnere zweigeschossig auszubauen. Damit spielte er insbesondere auf den Umstand an, dass die Stadt noch immer auf der Suche nach einer dauerhaften Lösung für einen Jugendtreff ist. Dass ein solcher in Form eines Neubaus auf dem Gelände der jüngst abgerissenen Alten Militärregierung in Büdingen entstehen könnte, bezweifelte der Düdelsheimer genauso, wie eine Nutzung der Alten Polizeistation hierfür. „Wir müssen bedenken, wenn wir das Gebäude jetzt verkaufen, machen wir uns viele Türen zu“, mahnte er.

Eine konkrete Beschlussempfehlung für die Stadtverordnetenversammlung hat das Gremium vertagt. Bei einer Ortsbesichtigung will der BPL die Immobilie in Augenschein nehmen, um die Vorschläge zu bewerten.

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