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Der Teufel wird rot angesprüht

Bad Orb: Ein spannender Blick hinter die Kulissen der Sommeroper

17 Aug 2018 / 15:54 Uhr
Bad Orb (ez). „Der Teufel war in diesem Jahr eine größere Sache für die Maske“, erklärt Stefan Salcher. Er ist stellvertretender Chefmaskenbildner des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und leitet die „Maske“ der Bad Orber Sommeropern, in diesem Jahr also für den „Freischütz“. Zum fünften Mal war er nun in der Kurstadt zugange. Die Verbindung kam über den Regisseur Erik Biegel zustande. Seit er Regie in Bad Orb führt, ist Stefan Salcher mit von der Partie. Vom Fach und auch vom Staatstheater sind Anja Störzbach, Wiebke Bartelt und Elisa Lingweiler. Uta Schubert ist ebenfalls eingebunden. In den „Katakomben“ der Konzerthalle, also zwischen Garten- und Theatersaal, werden die Mitwirkenden für die Aufführungen dezent und passend zur Rolle verwandelt.

Grundierung, Make Up, Abschattieren, Frisuren: Es gibt viel zu tun, bis die Charaktere auch „obenherum“ stimmig sind. Gerade beim Teufel wird allerhand gefordert, bis aus Andreas Meyer der „schwarze Jäger Samiel“ wird. Ein passender Bart muss ans Kinn, und der muss auch gut halten, wenn sich der Satan über die Bühne wälzt oder höchst beweglich sonstiges Unwesen treibt. Die Haare werden gegelt und hinten rot angesprüht. Hörner braucht er auch. Mal sieht man sie, mal ist er „oben ohne“. Umfangreiche Tatoos finden sich nicht nur auf seinen Armen, sondern auch auf dem Bauch und im Gesicht. Und die (falschen) Tätowierungen müssen so fixiert werden, dass sie jeden Kostümwechsel und jede Bewegung mitmachen, ohne sich aufzulösen oder abzugehen. Jakob Mack mimt den Kuno. Kuno ist der Erbförster und Vater der schönen Agathe, und so muss aus dem 30-jährigen Jakob ein glaubhafter Forstmann und Vater einer heiratsfähigen Tochter werden. Ergrauen durfte auch der Eremit (Erwan Tacher). Er erhielt einen Vollbart, zum Haupthaar passend, und kam so in die Jahre.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 18. August.

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