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Die Erde im Fieberwahn

Henry-Harnischfeger-Schülerausstellung im staatlichen Schulamt

07 Dez 2018 / 17:57 Uhr
Bad Soden-Salmünster/Hanau (bak). Noch bis Ende Januar haben die Kunstwerke der Schüler des Fachbereichs Kunst der Henry-Harnischfeger-Schule ihren großen Auftritt im staatlichen Schulamt in Hanau. Unter dem Thema „Es hätte so schön sein können ...“ zeigen die Schüler der Sekundarstufe I Bilder sowie dreidimensionale Werke, die sich mit dem Fiebertrauma der Erde beschäftigen: „Die Erde ist krank. Sie hat Fieber. Sie hat eine zu hohe Temperatur. Das Klima wird immer wärmer“, hatte Janene Becker aus der 8E die Situation beschrieben.

Trotz Klassenarbeiten, Weihnachtsvorbereitungen und Krankenstand hatte die Schule das Projekt geschultert, lobte die ehemalige Schulleiterin Katharina Heinen, die heute im Kultusministerium wirkt, während der Vernissage, die ausnahmslos durch Schüler und Lehrer der Henry-Harnischfeger-Schule vorbereitet und organisiert worden war.

Nele Weber beschrieb sehr anschaulich ihre Ängste, durch die „der Kopf das Vorwärtsgehen blockiert“. Manchmal sei es „wie in einem schalldichten Raum zu schreien“. Dennoch begrüßte die Schülerin die eigenen Ängste als einen Teil ihrer Persönlichkeit: „Du bist meine Angst, aber du bist nicht alles von mir. Ich bin stärker als deine Worte!“

Zuvor hatte Imke Benz mit fester, tragender Stimme in bester Liedermachermanier zur Gitarre Ed Sheerans Song vom „A Team“, das die Gedanken einer Drogenabhängigen thematisiert, vorgetragen. Mit dem Song „What about us?“ von Pink – übersetzt: „Was ist mit uns?“ – stellte sie Fragen der jungen Generation.

Gabriele Ebbeler-Tischbirek führt die integrierte Gesamtschule seit Heinens Weggang als stellvertretende Schulleiterin. Sie dankte dem Staatlichen Schulamt dafür, dass es seine Räume für die Schülerausstellung zur Verfügung stellt. Die Hauptpersonen seien die Schüler, deren Werke in der Schule im kommenden Jahr zum Tag der offenen nochmals ausgestellt werden sollen.

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