SUCHE

Schlechter Scherz oder Irrtum?

Große Suchaktion nach vermeintlichem Fliegerabsturz endet ergebnislos

20 Aug 2018 / 16:19 Uhr
Bad Soden-Salmünster (pfz). Eine groß angelegte Suchaktion von Polizei, Feuerwehr und Rettungshundestaffel versetzte am Samstagabend und in der Nacht zu Sonntag die Menschen im Huttengrund in Aufruhr. Alarmiert wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr zunächst gegen 19 Uhr, angeblich sollte ein Motorgleitschirmflieger über Eckardroth abgestürzt sein. Eine verunglückte Person wurde allerdings nicht gefunden. „Die Suche endete ergebnislos. Es fehlt niemand, und es wird auch niemand vermisst“, sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen auf GNZ-Anfrage.

Nach der Alarmierung wegen des vermeintlichen Absturzes durchkämmte die Feuerwehr unter der Leitung von Frank Widmayr und Jens Bannert alle in Frage kommenden Gebiete, erklärt Stadtbrandinspektor Oliver Lüdde. Es habe sogar einen zweiten Notruf gegeben, dabei sei von einem brennenden Gleitschirm in den Bäumen des Waldes die Rede gewesen. „Dies entpuppte sich jedoch nur als Staubwolke, die ein Traktor wegen der Trockenheit aufgewirbelt hatte“, schildert Lüdde. Vergeblich hätten die Feuerwehrleute nach dem vermeintlich Vermissten gesucht und die Aktion daher abgebrochen.

Allerdings war der Arbeitstag für die Einsatzkräfte noch lange nicht abgeschlossen. Denn Anwohner aus Kerbersdorf wollten Hilferufe aus Richtung des Steinbruchs gehört haben. „Diese Bürger kannten wir persönlich, die Aussagen klangen für uns deshalb schlüssig“, sagt der Stadtbrandinspektor. Jugendliche, die am Glasberg eine abendliche Party feierten, hätten die Rufe bestätigt. Die Suche wurde also wieder aufgerollt. Mit knapp 40 Einsatzkräften sei die Feuerwehr dann wieder losgezogen. Die Polizei flog mit dem Hubschrauber und Wärmekamera über das unwegsame Gebiet, wieder blieb die Suche erfolglos. Um aber wirklich sicher zu gehen, dass der vermeintlich Verunglückte nicht übersehen wird, wurde die Rettungshundestaffel hinzugeholt. Die war dann noch bis etwa 4 Uhr in der Nacht im Einsatz, und der war im Steinbruchgebiet nicht ungefährlich, so der Stadtbrandinspektor.

„Wir haben alles menschenmögliche getan“, sagt Lüdde.

Mehr dazu in der GNZ vom 21. August.

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