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Die Seele der Glocken

Niklas Grob nimmt Geläute in der ganzen Region auf

30 Jul 2018 / 17:21 Uhr
Biebergemünd-Bieber (rim). Es ist 10.16 Uhr. Die drückende Hitze sorgt dafür, dass die Anwohner in Bieber sich im Schwimmbad oder in ihrem Haus aufhalten. Die Straße, an der die katholische Kirche steht, ist verwaist. Nur leises Grillenzirpen ist zu vernehmen – bis plötzlich aus der Kirche ein markerschütternder Glocken-Gong zu hören ist. Kurze Zeit später kommt der Verursacher lächelnd aus der Kirche gelaufen: Niklas Grob. Er hat im Glockenturm saubergemacht und den Ton des Geläuts geprüft. Der Grund: Er arbeitet an dem Projekt „Nationale Glockendatenbank“ mit. Dabei handelt es sich um eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und der evangelischen Kirche Deutschland, die das Ziel verfolgen, die Geläute aller Kirchen in Deutschland auf einer virtuellen Landkarte abzubilden.

In der Kirche selbst ist es kühl – ein angenehmer Kontrast zu der Hitze des Tages. Niklas Grob sitzt auf einer Kirchenbank und strahlt. Kein Wunder – Glocken und deren Geschichte interessieren den heute 21-Jährigen schon, seit er noch ein kleiner Junge war. „Als ich fünf Jahre alt war, bin ich mit meiner Oma in die Kirche gegangen. Dann ging das Glockenläuten los – und ich war fasziniert“, erzählt Grob. „Ich wollte unbedingt zu den Glocken und schauen, wie sie aussehen.“ Mit neun Jahren entschloss er sich dazu, Messdiener zu werden – eine Gelegenheit, die es ihm ermöglichte, seine Leidenschaft auszuleben. „Sie hat nie aufgehört. Als ich meinen ersten PC bekommen habe, habe ich mich sofort über alle Hintergründe schlaugemacht“, erzählt der 21-Jährige, der inzwischen kein Messdiener mehr, sondern Küster ist.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 31. Juli.

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