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Kultstätte und Kulturdenkmal

Bieber: Letzter Gottesdienst in diesem Jahr in der Burgbergkapelle

09 Okt 2018 / 18:38 Uhr
Biebergemünd-Bieber (hg). „Über die Berge schallt lieblich durch Flur und Wald Glöcklein dein Gruß“ schallte aus den Instrumenten der Biebertaler Musikanten und die Gottesdienstbesucher auf dem Burgberg stimmten lautstark und freudig ein. Fast übertönten sie die kleine Glocke, die immer zu diesem Lied geläutet wird. Das alte Kirchenlied steht wie kein anderes für die Burgbergkapelle, die hoch oben über Bieber thront und bereits im elften Jahrhundert erwähnt wurde. „Über die Berge schallt“ wurde auch am Sonntag beim letzten Gottesdienst 2018 wieder gesungen.

Die kleine Kirche ist ein barockes Kleinod und ein altes Marienheiligtum. In früheren Zeiten war sie Wallfahrtsort für viele Gläubige, besonders aus dem bayerischen Raum. Heute ist sie eher ein altes unbekanntes Heiligtum – Kultstätte und Kulturdenkmal zugleich, errichtet auf den Ruinen einer altheidnischen keltischen Opferstätte, von den Resten eines germanischen Ringwalls umgeben. Der oft veränderte Bau stammt aus der Wende des 13./14. Jahrhunderts und diente von 1660 bis 1854 als Kirche für die katholische Pfarrgemeinde von Bieber. „Der Verfall der Bausubstanz war sehr weit fortgeschritten, als die kleine katholische Kapelle im Jahr 2000 für die Nutzung gesperrt werden musste“, schreibt Architekt Klaus Trageser in seiner Abhandlung über die Renovierungsarbeiten und die wechselvolle Geschichte. „Holzwürmer nagten an den Altären, Heiligenfiguren und Skulpturen.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 10. Oktober.

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