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Gartenkunst mit Liebe zum Detail

„Festival für Gartenliebhaber“ in Schlosspark und Kammerdirektorenvilla

10 Jul 2018 / 15:43 Uhr
Birstein (bg). Die letzte Gelegenheit für Freunde des „Festival für Gartenliebhaber“ gab es am Sonntag in Birstein. Dort konnten bei einer historischen Gartenführung der Schlosspark und die Anlage rund um die Kammerdirektorenvilla besichtigt werden. Diese nicht alltägliche Gelegenheit nutzten mehr als 60 Interessierte, verteilt auf drei Rundgänge zu unterschiedlichen Zeiten.

Die Idee für diese „Gartenreise durch den Main-Kinzig-Kreis“ kommt von Jörg Schmitz aus Gelnhausen, der in Birstein vor Ort war. „Gartenmessen gibt es mittlerweile jede Menge. Ich wollte jedoch das Thema aus Sicht eines Freizeitgärtners anpacken“, erläutert er seine Motivation. „Es steckt kein kommerzielles Denken dahinter, sondern ein Austausch mit Gleichgesinnten war angedacht. Daraus sind nun vier spannende Wochen mit ganz unterschiedlichen Gartenerlebnissen wie Führungen, Vorträgen oder Lesungen geworden.“ Seine Idee brachte er Landrat Thorsten Stolz, damals noch Bürgermeister von Gelnhausen, vor. Schmitz wollte die Aktion auf Gelnhausen beschränken. Doch Stolz fand den Blickwinkel so interessant, dass er das Ganze auf den Main-Kinzig-Kreis ausdehnte.

In Birstein konnte Britta Schäfer-Clarke als kompetente „Gartenführerin“ gewonnen werden. Sie habe eine persönliche Bindung zu beiden Parks, sagte sie bei der Begrüßung. Denn hier waren die Spielstätten der Musicals, die der Verein „Wilde Kultur“, in dem sie sehr aktiv ist, aufführte. Erster Treffpunkt war die Kammerdirektorenvilla, im Jahr 1908 erbaut wurde. Dieser Direktor arbeitete beim damaligen Fürsten Franz Josef und es sei zu vermuten, dass der Adlige finanziell gut gestellt war, recherchierte Schäfer-Clarke. Nicht nur das prächtige Haus, auch der weitläufige Garten spielten von Anfang an eine große Rolle für Birstein. Das Wegesystem wurde im Stil eines englischen Landschaftsparks angelegt und dabei versucht, die ländlichen Gegebenheiten in die Planungen einfließen zu lassen. „Verschlungene Wege, sich schlängelnde Bäche und Bäume in Oval- oder Kreisform angepflanzt – alles sollte wie ein Landschaftsgemälde wirken“, erklärte Schäfer-Clarke, die Kunstgeschichte studierte und zu deren Hobbys auch die Architektur zählt. Es wurden nicht nur Bäume in verschiedenen Kronenhöhen, sondern ebenso exotische Exemplare, gepflanzt.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 11. Juli.

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