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Gottlieb kandidiert nicht mehr

Birsteiner Bürgermeister wird sein Amt nach 24 Jahren abgeben

08 Nov 2018 / 21:20 Uhr
Birstein (erd). Der Birsteiner Bürgermeister Wolfgang Gottlieb wird bei der Bürgermeisterwahl im Herbst nächsten Jahres nicht mehr kandidieren. Das teilte er gestern in einem Gespräch mit der GNZ mit. Für ihn sei es fair, seine reiflich überlegte Entscheidung rechtzeitig kund zu tun, damit genügend Zeit bleibe, in der sich mögliche Nachfolger positionieren können.

Für Wolfgang Gottlieb war es eine schwere Entscheidung, sich bereits im Alter von 60 Jahren aus dem Bürgermeisteramt zu verabschieden. „Für mich ist dieses Amt kein Job, sondern eine Berufung“, sagt er. Das sei für ihn immer so gewesen und er habe dies von ganzem Herzen und mit aller Konsequenz gelebt. Und das werde er auch bis zu seinem letzten Tag im Dienst so tun.

24 Jahre wird Gottlieb dann Bürgermeister gewesen sein. Und davor war er auch schon bei der Gemeinde beschäftigt, angefangen mit der Ausbildung, die er im Sommer 1975 begonnen hatte.

Wolfgang Gottlieb hatte immer gesagt, dass er sich frühzeitig äußern werde, ob er sich um eine fünfte Amtszeit bewirbt. „Wir haben im Familienrat getagt, alles besprochen und dann entschieden“, sagt Gottlieb. „Ich wollte keine Spekulationen, deshalb sollte meine Entscheidung etwa ein Jahr vor dem Wahltermin, der im Herbst 2019 liegen wird, fallen.“ Gottlieb hat sich nach reiflicher Überlegung entschlossen, keine weiteren sechs Jahre dranhängen zu wollen. „Ich werde im nächsten Jahr 60, dann würde ich bis 66 im Amt sein. Zwei oder drei Jahre kann ich mir noch gut vor stellen, aber weitere sechs sind für mich derzeit nicht mehr vorstellbar.“ Dafür führt Gottlieb verschiedene Gründe an, allen voran aber gesundheitliche. Vor vier Jahren ist er am Autoimmunsystem erkrankt und seitdem auf Medikamente angewiesen. „Wenn ich nochmals kandidiert hätte, müssten sich die Birsteiner Bürger darauf verlassen können, dass ich das Amt auch weitere sechs Jahre ausführe. Da muss ich sagen: Mit 60 Jahren sind weitere sechs Jahre eine verdammt lange Zeit.“ Deshalb entschied er sich dagegen: „Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist.“ So sind Gottliebs Beweggründe nachvollziehbar und es verdient Respekt, wenn er sich entschließt zum für ihn passenden Zeitpunkt aufzuhören

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 9. November.

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