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„Ich habe kein Auge zubekommen“

Schnupperkurs „Babys“ in der Hettrsrother Haidefeldschule

10 Jan 2018 / 17:15 Uhr
Birstein-Hettersroth (re). Wie anstrengend und schlafraubend ein kleines Baby sein kann und welche Verantwortung mit dem Elterndasein verbunden ist, erlebten Schülerinnen und Schüler der BuS–Klasse der Hettersrother Haidefeldschule während eines Schnupperkurses „Babys“.

„Ich habe kaum ein Auge zu bekommen“, berichtet ein Schüler „Maxim hat gerade nachts viel geschrien, und ich hätte echt nicht gedacht, dass es so anstrengend sein kann, sich um ein Baby zu kümmern“, erzählt der 15-Jährige weiter.

Die Babys, die von den Schülerinnen und Schülern vier Tage und drei Nächte lang versorgt wurden, waren in diesem Fall Simulatoren mit jeder Menge eingebauter Technik. Laut Hersteller Realcare sind sie nicht nur in Größe und Gewicht, sondern eben auch in Bezug auf ihre Grundbedürfnisse.

Wenn das Baby schreit, müssen die „Eltern“ rasch herausfinden, ob es trinken will, im Arm geschaukelt werden will, ein Bäuerchen machen muss oder die Windel gewechselt werden muss. Meldet sich das Baby lauthals, müssen die Schüler sich mittels ihres Identifizierungsbandes, das sie um ihr Handgelenk tragen und das sicherstellt, dass sich auch nur die jeweiligen „Eltern“ um das Kind kümmern, mit dem Baby verbinden. Der Sensor im Inneren des Babys registriert die Versorgung des Babys und zeichnet darüber hinaus das richtige Halten des Kindes auf.

Wie der kleine Kopf gestützt werden muss, haben die Schüler vorab erlernt. „Die Babys wurden von ihren Eltern sehr gut versorgt“, lobte Diplom-Sozialpädagogin Sonja Böttger vom Sozialdienst katholischer Frauen Bad Soden-Salmünster (SkF) die Schüler nach Auswertung der aufgezeichneten Daten.

Bei Projekttagen in der Schule ging es außerdem um das Thema Kindesmisshandlung und die Gefährdung durch Alkoholkonsum während der Schwangerschaft. Welche gravierenden Folgen der Alkoholmissbrauch haben kann, wurde den Schülern ebenfalls anhand einer Baby-Puppe vor Augen geführt: Deutlich konnten die Schüler die Auffälligkeiten im Vergleich zu einem normal entwickelten Baby erkennen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 11. Januar.

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