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Zehn Megawatt aus erneuerbarer Energie

Aufbau der Windkraftanlagen bei Spielberg kann bald beginnen

07 Apr 2017 / 19:58 Uhr
Brachttal-Spielberg (erd). Im Mai werden sich in Brachttal auf gemeindeeigenem Gebiet drei Windräder drehen. Derzeit laufen bei der Firma Renertec bereits die Bauarbeiten. Die Fundamente sind genossen, die Turmelemente und Rotorblätter werden bereits angeliefert. Ab Ende April wird dann der große Kran zur Verfügung stehen und der Aufbau kann beginnen.

Christoph Eckert, Geschäftsführer der Brachttaler Firma Renertec, die seinerzeit den Zuschlag von der Gemeinde bekommen hatte, ist froh, dass derzeit der Aufbau der drei Windkraftanlagen so reibungslos verläuft. Auf der Platte und an den Vier Fichten seien die Anlagen aufgrund der topographischen Verhältnisse sehr gut wirtschaftlich zu betreiben. So liegen die zwölf Anlagen an den Vier Fichten über den Erwartungen, so dass das Unternehmen dort fünf weitere Anlagen im vorhandenen Windpark errichten will. Ähnlich sind die Erwartungen für Spielberg, zumal auch der Windpark Streitberg/Hettersroth seit mehr als zehn Jahren sehr gute Ergebnisse liefere. Renertec setzt voll auf regenerative Energieformen, wie Wind- und Wasserkraft. Weil der Bedarf angesichts des bevorstehenden Ausstiegs aus der Atomkraft immer größer werde. Hinzu komme die künftig immer schneller wachsende Elektromobilität, die einen großen Energiebedarf habe. Dies sei allerdings nur dann sinnvoll, wenn es sich um 100 Prozent regenerative Energie handele, welche die umweltfreundlichen Fahrzeuge antreibe, so Eckert. Daher sei das Unternehmen sehr an Speichertechnik interessiert, seien es Pump-Speicherwerke oder Batterien.

Eckert hält den Windkraftstandort für ideal, weil gerade im Rhein-Main-Gebiet viel Strom gebraucht werde. Er habe bislang noch keine Abregelung wegen Überkapazitäten erlebt, sagt Eckert. Er will aus tiefer Überzeugung sauberen Strom produzieren. Deshalb werden bei Spielberg drei Anlagen des dänischen Herstellers Vestas aufgebaut. Diese haben jeweils 3,45 Megawatt Leistung und produzieren genauso viel Strom wie zum Beispiel neun Anlagen aus dem Jahr 2005. Das macht die rasante Entwicklung der Windkrafttechnologie sehr deutlich. Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 149 Meter und eine Rotorlänge von 63 Metern. Der Stahlturm besitzt einen Durchmesser von sechs Metern, was einen Transport eines fertigen Bauteils über die Autobahn nachhaltig verhindert.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 8. April.

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