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Thema Windkraft in Wahlkampf tragen

Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative Gegenwind Flörsbachtal

18 Mrz 2018 / 18:25 Uhr
Flörsbachtal (hs). Kämpferisch gab sich Harald Krostewitz, der Vorsitzende der Bürgerinitiative Gegenwind Flörsbachtal, während der Jahreshauptversammlung. „Heute Abend eröffnen wir den Wahlkampf zur hessischen Landtagswahl im Oktober“, versprach er. So präsentierte er unter anderem neue Transparente, mit denen die BI aktiv in den Wahlkampf eingreifen will.

Die vier Motive der Transparente thematisieren die Gesundheitsgefährdung durch Infraschall, die Verletzung des Tötungsverbots aus dem Naturschutzgesetz, die Trinkwasservergiftung durch ausgeschwemmte Giftstoffe aus den Fundamenten der Anlagen und die Enteignung durch Wertverlust an den Häusern in der Nähe von Windkraftanlagen. Dass hinter den Argumenten der Windkraftgegner handfeste Fakten steckten, zeigte Krostewitz in seinen Erläuterungen auf. Inzwischen sei durch eine Veröffentlichung der Universitätsklinken in Mainz belegt, dass Infraschall den Menschen schädigen könne. Wissenschaftler hätten eine 20-prozentige Leistungsreduzierung des Herzmuskels festgestellt. Ein Nachweis für die Belastung der Trinkwasserbrunnen durch Giftstoffe aus Betonfundamenten habe bereits im Taunus zur Ablehnung von Windkraftanlagen durch das Regierungspräsidium geführt. Die zerklüfteten geologischen Strukturen des Spessartsandsteins begünstigen den direkten Eintrag von Giftstoffen aus Fundamenten in die Trinkwasserbrunnen. „Im Spessart fehlen die filternden Deckschichten“, erklärte Krostewitz die geologischen Gegebenheiten. So hätten Windräder auf dem Bergfeld bei Kempfenbrunn unmittelbar Auswirkungen auf die Trinkwasserbrunnen von Frammersbach.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 19. März.

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