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120 Jahre altes Hospital

Feierstunde zum Jubiläum am Freitag im Kreisruheheim Gelnhausen

05 Dez 2018 / 16:08 Uhr
Gelnhausen (re). Im Kreisruheheim in Gelnhausen wird am Freitag ein besonderes Jubiläum gefeiert. Die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises erinnern unter dem Motto „120 Jahre altes Hospital“ an die sozialen Einrichtungen, die im alten Sandsteingebäude am Obermarkt ihre Heimstätte hatten beziehungsweise gefunden haben. Die Festrede hält die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises.

Das alte Sandsteingebäude ist um die Jahrhundertwende im Jahr 1898 errichtet worden, um dort den Betrieb eines Krankenhauses zu ermöglichen. Das erste Krankenhaus in und um Gelnhausen hatte seinerzeit 24 Betten. Um der Nachfrage nach Pflegeplätzen gerecht zu werden, wurde das alte Sandsteingebäude in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts – konkret in den Jahren 1936 und 1937 – einer neuen Nutzung zugeführt. Fortan wurde es als Altenheim genutzt, hatte 30 Plätze für pflegebedürftige Menschen. Mehrere tausend Menschen wurden seither versorgt. Als Kreisruheheim genießt die Einrichtung hohes Ansehen, ist als Stätte der Pflege hilfe- und pflegebedürftiger Menschen anerkannt.

Das Jahr 1997 markierte ein historisches Datum für die Einrichtung: Das Kreisruheheim wurde um das Anna-Hühn-Haus erweitert. Die von der damals bereits verstorbenen Bewohnerin Anna Hühn gegründete Stiftung hatte dafür das Grundstück zur Verfügung gestellt.

20 Jahre später rückte das alte Sandsteingebäude wieder in den Fokus, erhielt eine besondere Versorgungsmöglichkeit. Seit 2017 hat das neue Hospiz nunmehr in den Mauern des alten Sandsteingebäudes des ehemaligen Hospitals seine Heimat gefunden. Im Hospiz werden schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrer letzter Lebensphase pflegerisch und medizinisch betreut, deren Versorgung zu Hause nicht mehr sichergestellt werden kann. Acht Plätze stehen dafür zur Verfügung. Besonders geschultes Personal kümmert sich um die körperlichen, psychischen und sozialen Bedürfnisse des Sterbenden, aber auch seiner Angehörigen und der Trauernden.

Zu der Errichtung des Hospizes St. Elisabeth Kinzigtal in dem historischen Gebäude hat der Main-Kinzig-Kreis einen großen finanziellen Beitrag geleitet und 2,5 Millionen Euro an Investitionsmitteln zur Verfügung gestellt. Betrieben wird das Haus von den beiden Caritasverbänden Main-Kinzig-Kreis und Fulda, unterstützt vom Förderkreis Hospiz Kinzigtal.

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