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Ein Leben für das Rote Kreuz

Johanna Almeritter hat die Bereitschaft Neuenhaßlau mit aufgebaut

07 Sep 2018 / 17:29 Uhr

Hasselroth-Neuenhaßlau (woe). Johanna Almeritter ist als frühere Gemeindeschwester im Dienst des Roten Kreuzes und langjährige Aktive der ortsansässigen DRK-Bereitschaft eine Institution in ihrem Heimatort Neuenhaßlau. Die 95-Jährige verkörpert dort seit vielen Jahrzehnten das Rote Kreuz. Ihre Erinnerungen sind ein wahrer Schatz, und bis heute ist Johanna Almeritter, die von allen „Hanni“ genannt wird, zutiefst überzeugt von den Grundsätzen der weltumspannenden Hilfsorganisation. „Wenn ich die Wahl hätte, ich würde alles wieder genauso machen“, bilanziert sie. „Aber ich würde die Erfahrungen mit einbringen, die ich heute habe.“

Am 1. August 1940 trat Johanna Almeritter – damals noch Johanna Raab – in das Rote Kreuz ein und lernte in einem Erste-Hilfe-Kurs erste Grundlagen für ihre spätere Tätigkeit als Schwesternhelferin kennen. In Abendkursen ließ sie sich zur Rotkreuz-Schwesternhelferin ausbilden, einer der Ausbilder war mit Seppel Weigand ein Rotkreuz-Urgestein aus dem Freigericht. Mit ihrem Eintritt in das Rote Kreuz folgte Johanna dem Vorbild ihres Vaters, der im Ersten Weltkrieg als Sanitäter tätig war. „Das hat mich immer beeindruckt, und das war mein Ansporn“, erzählt sie. Ihre Augen leuchten, wenn sie von ihrer Ausbildung, von den Weggefährten und von ihren Tätigkeiten berichtet. Dabei waren die Zeiten alles andere als einfach. Die Anfangsjahre waren vom Kriegsgeschehen geprägt.

Die Ausbildung zur Schwesternhelferin absolvierte sie in Gelnhausen. Mit dem Fahrrad fuhr die junge Johanna abends zusammen mit ihren Mitstreiterinnen in die Kreisstadt, um zu lernen. Später durften die Frauen manchmal mit dem Krankenwagen, den Seppel Weigand fuhr, nach Gelnhausen zu den Weiterbildungen fahren. Wenn allerdings auf dem Weg dorthin ein Notruf eintraf, musste zuerst der Patient abgeholt und mit nach Gelnhausen genommen werden.

In den Kriegsjahren bekam Johanna Almeritter genau alle anderen Schwesternhelferinnen schlimme Dinge zu sehen und konnte oft nur notdürftig helfen. Zur Verfügung standen nur einfache Mittel. Gefragt waren neben der medizinischen Versorgung vor allem Menschlichkeit, Trost und Ermutigung für die vielen Verletzten. Ein starker Wille und hohe Belastbarkeit waren dafür unerlässlich.

Mehr über das Wirken von Johanna Almeritter lesen Sie am Samstag, 8. September, auf einer Sonderseite in der GNZ.

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