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Pflege als gesellschaftliche Aufgabe

Facettenreiche Debatte beim Schlossgespräch der Senioren Union Langenselbold

11 Okt 2018 / 18:00 Uhr
Langenselbold (jw). Das Thema Pflege hat in der öffentlichen Diskussion einen breiten Raum eingenommen und wird den gesellschaftlichen Diskurs neben der Inneren Sicherheit oder der Rente noch eine lange Zeit bestimmen. Dies ist am Mittwochabend beim teils emotionalen Schlossgespräch der Senioren Union Langenselbold deutlich geworden. Für die vierte Ausgabe der Diskussionsveranstaltung hatte Vorsitzender Gerhard Reitz kompetente Experten aus Praxis, Politik und Sozialverbänden gewonnen. Hohe Kosten, Pflegenotstand, unattraktive Ausbildung – kaum ein Bereich des komplexen Problemfelds kam nicht zur Sprache.

Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Martin Fischer, Kreisgeschäftsführer der CDU Main-Kinzig, der gleich zu Beginn den Pflegenotstand in den Mittelpunkt rückte. Gudrun Schroeter, Geschäftsführerin vom DRK Seniorenzentrum Wohnen und Pflege im Alter in Maintal, stellte klar: „Im Main-Kinzig-Kreis gibt es kein Problem, einen Pflegeplatz zu bekommen. In Hanau gibt es sogar Leerstand. Wir haben keinen Pflegenotstand, wir haben vielmehr einen Personalnotstand, denn es stehen nicht genügend qualifizierte Pfleger zur Verfügung.“ Neben der unattraktiven Vergütung sieht Schroeter eine Ursache des Problems in den konjunkturellen Schwankungen. Diese Wellenbewegungen würden sich auch in der Ausbildung zeigen. „Je besser die Konjunktur, desto weniger Menschen gehen in die Pflege, das ist finanziell nicht attraktiv genug.“

Mehr in der GNZ vom 12. Oktober.

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