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Räuberisches Rendezvous findet ein jähes Ende

Italienisches Quintett plante laut Anklage Überfall auf Selbolder Pizzeria

15 Apr 2016 / 21:48 Uhr
    Langenselbold/Hanau (svw). Der Vorfall liegt bereits beinahe vier Jahre zurück. Weil sie im September 2012 drauf und dran gewesen sein sollen, eine Pizzeria in Langenselbold zu überfallen, müssen sich fünf Italiener im Alter zwischen 31 und 58 Jahren seit gestern vor der fünften Großen Strafkammer des Landgerichts Hanau verantworten. Der Vorwurf gegen sie lautet „Verabredung zum schweren Raub“.

    Auf 50 000 bis 100 000 Euro Schwarzgeld, versteckt in einer Matratze, sollten die Männer aus Frankfurt, Offenbach und Obertshausen es abgesehen haben. Ziel des räuberischen Rendezvous in der Nacht vom 9. auf den 10. September 2012 war es laut Anklage, dem Betreiber des Restaurants das Geld mit körperlicher Gewalt und unter Vorzeigen einer Gaspistole wegzunehmen.

    Aus bislang unbekannter Quelle hatte die Polizei jedoch Wind von dem Vorhaben bekommen. So kontrollierten die Beamten die Männer schon, als diese mit dem Auto kurz nach Mitternacht auf dem Weg nach Langenselbold waren, ließen sie jedoch weiterfahren.

    Die Polizisten warnten das Opfer daraufhin und postierten sich auch auf dem Gelände des Restaurants. Als die Angeklagten dann gegen 1.15 Uhr dort eintrafen und abermals den Streifenwagen erblicken, sollen sie unverrichteter Dinge umgekehrt sein.

    Beim gestrigen Prozessauftakt schwiegen die Angeklagten zu den Vorwürfen. Deren Verteidiger drängten auf eine Verständigung über das Strafmaß. Nach eingehender Beratung lehnten das jedoch sowohl der Staatsanwalt als auch der Vorsitzende Richter ab.

    Letzterer wies mit Blick auf die Gaspistole darauf hin, dass allein das Vorhandensein einer Waffe am Tatort für eine Verabredung zum schweren Raub möglicherweise nicht ausreicht. Zudem ließ er durchblicken, dass im Falle einer Verurteilung eine Bewährungsstrafe „nicht völlig auszuschließen“ sei. Ferner sei die Beweislage aktuell insofern problematisch, als das sie weitgehend auf einer Aussage beruhe, die einer der Angeklagten bei seiner Vernehmung durch die Polizei getätigt hatte.

    Der Prozess wird heute um
    10 Uhr in Saal A 216 des Hanauer Landgerichts fortgeführt.

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