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„Muth lässt sich vor den Karren spannen“

IG Metall kritisiert Bürgermeister für Gespräch mit Thermo-Fisher

11 Jul 2018 / 20:44 Uhr
Langenselbold (re/mab). Scharfe Kritik übt die IG Metall Hanau-Fulda am gemeinsamen Pressegespräch der Langenselbolder Stadtverwaltung mit Thermo-Fisher-Geschäftsführer Elmar Rübsam. Am Montag hatten Bürgermeister Jörg Muth und Erster Stadtrat Timo Greuel über Verhandlungserfolge mit der Konzernleitung informiert. Demnach habe sich das Unternehmen zum Standort bekannt und angekündigt, keine weiteren Arbeitsplätze von hier ins Ausland zu verlagern. In einer Pressemitteilung wirft die Gewerkschaft jetzt der Stadtverwaltung vor, für eine Spende in Höhe von 500 000 Euro die Seiten gewechselt zu haben. Muth weist die Vorwürfe entschieden zurück.

500 000 Euro, das ist in etwa der Betrag, den die Stadt an Zinsen in Folge der Gewerbesteuerrückzahlung für das Jahr 2015 an Thermo Fisher überweisen musste. Das Geld soll laut Geschäftsführer Elmar Rübsam in die neue Kita im Baugebiet Niedertal III fließen. Was für Bürgermeister und Finanzdezernent ein Signal für die gesicherte Zukunft des Unternehmens vor Ort ist, ist aus Sicht der Gewerkschaft kaum mehr als ein Köder, der für positive Berichterstattung sorgen soll: „Der Bürgermeister und der Magistrat von Langenselbold wechseln für 500 000 Euro die Seiten.“

Mehr in der GNZ vom Donnerstag, 12. Juli.

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