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„Wir sind keine neue Partei“

Bürgerinitiative BIS will dauerhafter Ansprechpartner bei Problemen sein

13 Jul 2018 / 18:31 Uhr
Langenselbold (mab). Bei ihrer Versammlung am Mittwoch haben die Mitglieder der neuen „Bürgerinitiative Selbold“ (BIS) eine weitgehend positive Bilanz der vergangenen Woche gezogen und über das weitere Vorgehen beraten. Viele Aktive berichteten von großem Interesse, das Bürger an den diversen Informationsständen im Innenstadtbereich gezeigt hätten. Die Initiative fordert einen Bürgereintscheid über die Verpachtung des Kinzigsees. Dazu will die BIS dauerhafter Ansprechpartner für Bürger bei aktuellen und künftigen Problemen sein. Dennoch stellen die Mitglieder klar: „Wir sind keine neue Partei.“

20 Mitglieder waren zur Versammlung im Schützenhaus gekommen, unter ihnen zahlreiche Stadtverordnete. Neben FDP-Chef Christopf Sack und Parteikollege Rainer Lamprecht sind auch die CDU-Parlamentarier Patrick Heck, Steffi Gerck und Helga Goretzki mit von der Partie. Dabei stellten sie klar, dass die Initiative keine neue Partei sein will. „Es geht vielmehr darum, Menschen die Möglichkeit zu geben, sich an den politischen Entscheidungen in ihrer Stadt zu beteiligen“, meinte auch Vertrauensmann Rainer Schmidt, Mitbegründer der BIS, bei der Sitzung.

CDU-Stadtverordnete Steffi Gerck berichtete von positiven Erfahrungen am Informationsstand: „Gut fanden viele Besucher, dass wir zwar einen Bürgerentscheid wollen, aber den Menschen nicht vorschreiben wollen, wie sie abstimmen sollen.“ Tatsächlich bittet die BIS auch jene Bürger, die gegen eine Verpachtung des Strandbads sind, für den Entscheid zu unterschrieben. „Die Menschen freuen sich, wenn sie zu den wichtigen Themen in ihrer Stadt gefragt werden. Es geht um die Stärkung direkter Demokratie in Langenselbod“, meinte Patrick Heck (CDU), der an zwei Tagen selbst Unterschriften gesammelt hatte.

Vor allem die Sozialdemokraten sehen eine Verpachtung des Strandbads kritisch. Wie Vorsitzender Bernd Kaltschnee im Gespräch mit der GNZ berichtet, hat der Parteivorstand in dieser Woche über das Thema beraten.

Mehr in der GNZ vom 14. Juli.

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