SUCHE

Rechtsextremer hortet Waffen

Armbrust und Schwarzpulver: 40-Jähriger muss 3000 Euro zahlen

05 Jun 2018 / 18:17 Uhr

Linsengericht (pfz). Am 17. Mai vergangenen Jahres brach die Polizei die Wohnungstür eines 40-Jährigen in Linsengericht auf. Die Beamten hatten den Mann auf dem Radar, weil er am 1. Mai an einer bundesweit beachteten Demo der neonazistischen Kleinpartei „Die Rechte“ in Halle an der Saale teilgenommen hatte, wie während der heutigen Verhandlung am Amtsgericht Gelnhausen zum Vorschein kam. Dort verurteilte Richter Dr. Wolfgang Ott den 40-Jährigen zu einer Geldstrafe von 3000 Euro, weil er gegen das Waffen- und das Sprengstoffgesetz verstoßen hatte. Die Beamten hatten bei ihm eine verbotene Armbrust mit Laserzielfunktion, Schwarzpulver und unerlaubte Feuerwerkskörper gefunden. Das war aber nur die Spitze des Eisbergs.

Minutenlang trug Richter Ott die Liste der Waffen vor, die der Linsengerichter Zuhause gehortet hat. Messer, darunter Macheten, in fast jedem Raum der Wohnung. Außerdem Pfeil und Bogen und zwei Vorderlader, „so ähnlich wie Piratenpistolen“, erklärte der Angeklagte. Wenn man dem Mann etwas zugute halten will, dann das diese zumindest nicht verboten sind – sofern man damit nicht in der Öffentlichkeit herumfuchtelt. Aber die Polizisten fanden eben auch eine Armbrust mit darauf montiertem Laser zum Zielen und Schwarzpulver, das theoretisch zum Herstellen von Munition benutzt werden kann – beides verbotene Gegenstände nach dem Waffen- beziehungsweise Sprengstoffgesetz.

Mehr dazu in der GNZ vom 6. Juni.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4